


KI-Workloads scheitern nicht nur dann, wenn Modelle unzureichende Leistung erbringen. Sie scheitern auch, wenn der Datenpfad nicht mithalten kann. Wenn Unternehmen das Modelltraining, Fine-Tuning und die Retrieval-Augmented Generation (RAG) skalieren, wird die Übertragung von Daten zwischen Speicher- und Rechenressourcen zu einem entscheidenden Leistungsengpass. Wenn Netzwerklatenz und Jitter den Durchsatz des Objektspeichers beeinträchtigen, werden Modell-Pipelines langsamer, GPUs bleiben ungenutzt und die Infrastrukturkosten steigen.
Aus diesem Grund gibt F5 neue unabhängige Leistungstests bekannt, die zeigen, wie F5 BIG-IP die KI-Datenbereitstellung für S3-kompatible Speicherumgebungen erheblich verbessern kann.
Unabhängige Validierung zeigt höheren Durchsatz bei Funktionstests
SecureIQLab hat bestätigt, dass F5 BIG-IP Local Traffic Manager (LTM) auf einem F5 VELOS CX410-Chassis mit zwei BX520-Blades, das vor einem MinIO-Cluster bereitgestellt wurde, unter Latenz- und Jitterbedingungen einen um bis zu 332 % höheren Durchsatz als beim Referenzdatenverkehr erzielte. Die Ergebnisse zeigen, dass der Nutzen eines programmierbaren Kontrollpunkts im Speicherdatenpfad mit zunehmender Netzwerkbeeinträchtigung noch deutlicher wurde.
Dies ist von Bedeutung, da sich die meisten Diskussionen über KI-Infrastrukturen nach wie vor isoliert auf Rechenleistung und Speicher konzentrieren. In der Praxis hängt die KI-Leistung jedoch vom Gesamtsystem ab. Ist der Netzwerkpfad zwischen Speicher- und Rechenressourcen instabil, kann selbst der leistungsfähigste GPU-Cluster nicht effizient arbeiten. Architekten, die KI-Fabriken und groß angelegte Inferenzumgebungen entwickeln, müssen den Speicherdatenpfad als sorgfältig konzipierten Bestandteil der Gesamtarchitektur behandeln und nicht als passive Verbindung zwischen Anwendungen und Objektspeichern.
“SecureIQLab hat bestätigt, dass F5 BIG-IP LTM auf einem F5 VELOS CX410-Chassis mit zwei BX520-Blades, das vor einem MinIO-Cluster bereitgestellt wurde, unter Latenz- und Jitterbedingungen einen um bis zu 332 % höheren Durchsatz erzielte.”
Der Bericht von SecureIQLab bewertete den Durchsatz S3-kompatibler Speicherlösungen in realistischen Szenarien, darunter lokale Rechenzentrumsumgebungen, SD-WAN-Bedingungen und Weitverkehrsnetze mit einer Latenz von bis zu 75 Millisekunden und einem Jitter von 5 Millisekunden. In den Szenarien mit der höchsten Latenz erzielte F5 einen deutlich höheren Durchsatz als die Basiskonfiguration. Dies verdeutlicht, wie TCP-Proxying, die Wiederverwendung von Verbindungen und die Optimierung des Datenverkehrs zur Stabilisierung von Objektübertragungen beitragen. Bei den Tests wurde außerdem der reine Ver- und Entschlüsselungsdurchsatz gemessen. Dabei erreichte eine Bereitstellung mit einem F5 VELOS CX410-Chassis und zwei BX520-Blades bei Verwendung von 1-GB-Objekten 173,65 Gbit/s.
Neben einer Durchsatzsteigerung von bis zu 332 % enthält der Leistungsvalidierungsbericht von SecureIQLab die folgenden zentralen Ergebnisse:
- In einem Enterprise-SD-WAN-Szenario mit niedriger Latenz (10 ms Latenz, 2 ms Jitter) steigerte F5 VELOS den S3-Durchsatz von 62,5 Gbit/s (Leistung ohne F5 VELOS) auf 121,7 Gbit/s – eine Leistungssteigerung von 95 %.
- In einem Breitband-/VPN-Szenario mit niedriger Latenz (10 ms Latenz, 5 ms Jitter) steigerte F5 VELOS den S3-Durchsatz von 46,8 Gbit/s (Leistung ohne F5 VELOS) auf 119,6 Gbit/s – eine Leistungssteigerung von 155 %.
- In einem Multicloud-Backbone-Szenario mit hoher Latenz (75 ms Latenz, kein Jitter) steigerte F5 VELOS den S3-Durchsatz von 10,9 Gbit/s (Leistung ohne F5 VELOS) auf 41,5 Gbit/s – eine Leistungssteigerung von 281 %.
- In einem Edge-Szenario mit hoher Latenz und starken Schwankungen (75 ms Latenz, 5 ms Jitter) steigerte F5 VELOS den S3-Durchsatz von 9,6 Gbit/s (Leistung ohne F5 VELOS) auf 40,1 Gbit/s – eine Leistungssteigerung von 316 %.
- In einem SD-WAN-Multicloud-Szenario mit hoher Latenz (75 ms Latenz, 2 ms Jitter) steigerte F5 VELOS den S3-Durchsatz von 9,5 Gbit/s (Leistung ohne F5 VELOS) auf 41,2 Gbit/s – eine Leistungssteigerung von 332 %.
Die Latenz ist der wichtigste begrenzende Faktor für den Durchsatz S3-kompatibler Speicher
Die Latenz zwischen dem S3-kompatiblen Speicher-Client und den Speicherknoten beeinträchtigte den Durchsatz wesentlich stärker als erwartet. So zeigten die Referenzergebnisse beispielsweise, dass der Durchsatz bei einer Latenz von 10 ms auf etwa 60 % des Referenzdurchsatzes bei 0 ms Latenz sank. Die Referenzergebnisse zeigten außerdem, dass der Durchsatz bei einer Latenz von 75 ms auf etwa 8,25 % des Referenzdurchsatzes bei 0 ms Latenz sank.
Obwohl F5 davon ausging, dass Jitter im Vergleich zur Latenz einen größeren relativen Einfluss auf den Durchsatz haben würde, war genau das Gegenteil der Fall. Tatsächlich wirkte sich die Latenz stärker als der Jitter auf den Durchsatz zwischen dem S3-Client und den Speicherknoten aus.
Ein F5 VELOS mit BIG-IP LTM als Proxy optimiert den Datenverkehr zwischen S3-kompatiblen Speicher-Clients und Speicherknoten und steigert den Durchsatz in realen Netzwerken deutlich stärker als zu Beginn der Validierung erwartet.
Die Datenbereitstellung bildet die Grundlage jeder KI-Architektur
Für Führungskräfte aus Wirtschaft und Technologie ist die Schlussfolgerung eindeutig: Die Leistung der KI-Infrastruktur ist nicht mehr nur eine Frage der Rechenleistung oder der Speicherung. Sie ist eine Frage der Datenbereitstellung. Als Bestandteil der F5 Application Delivery and Security Platform (ADSP), bietet F5 BIG-IP einen skalierbaren, sicheren und leistungsstarken Zugangspunkt für die Aufnahme von Datensätzen, die beim Training und Fine-Tuning von KI-Modellen sowie in RAG-Workflows verwendet werden. Durch die Kombination von intelligentem Traffic-Management, richtlinienbasierter Steuerung und ausfallsicherem Failover trägt F5 dazu bei, KI-Pipelines vorhersehbarer, besser steuerbar und effizienter zu machen.
Dieser Mehrwert zeigt sich in drei architektonischen Vorteilen.
Erstens verbessert F5 den verteilten Datentransport, indem es die Übertragung riesiger Datensätze zwischen Speicher- und Recheninfrastrukturen steuert und optimiert. Zweitens ermöglicht F5 eine lose Kopplung und Ausfallsicherheit der Endpunkte und unterstützt Unternehmen so dabei, Leistung und Flexibilität auch bei der Weiterentwicklung ihrer Speicherarchitekturen aufrechtzuerhalten. Drittens erweitert F5 den KI-Datenpfad um ein programmierbares Traffic-Management, sodass Teams dort Richtlinien, Beobachtbarkeit und Kontrolle umsetzen können, wo sie zuvor nur wenig Einblick hatten.
Letztlich können Unternehmen so die Rendite ihrer Investitionen in KI-Infrastruktur maximieren und zugleich sicherstellen, dass die Systeme unter realen Bedingungen zuverlässig funktionieren – und nicht nur unter idealen Laborbedingungen. Dies deutet zudem auf einen umfassenderen Wandel in der Branche hin: Die Prinzipien der Anwendungsbereitstellung werden zu einer wesentlichen Grundlage für die Gestaltung moderner KI-Infrastrukturen.
Vollständigen SecureIQLab-Bericht herunterladen
Lesen Sie den vollständigen SecureIQLab-Bericht zur Leistungsvalidierung, der die Methodik, Topologie und Ergebnisse hinter diesen Erkenntnissen ausführlich beschreibt, und erfahren Sie, wie F5 dazu beiträgt, die Bereitstellung von KI-Daten für MinIO und andere S3-kompatible Speicherumgebungen zu optimieren, zu stabilisieren und zu skalieren.
Das Engagement von F5 im Bereich KI geht noch weiter – entdecken Sie, wie F5 KI-Anwendungen bereitstellt und absichert.
Über die Autoren

Florin Meilescu ist Senior Principal Software Engineer und Test Architect bei F5. Dort ist er als Solution Test Architect für BIG-IP auf Hardware- und Softwareplattformen sowie in Public-Cloud-Umgebungen tätig. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Markt für Application Delivery Controller (ADC), unter anderem bei Citrix NetScaler. Seine Expertise reicht von L2- bis L7-Protokollen und den Systemen, über die sie übertragen werden, von Linux-Servern bis hin zu Netzwerkgeräten, die er zu Beginn seiner Karriere betreute. Florin hat einen Bachelorabschluss in Ingenieurwissenschaften von der Polytechnischen Universität Bukarest.
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Paul Pindell ist Principal Architect bei F5. Dort ist er im Bereich Technology Alliances tätig und verantwortet technische Partnerschaften im gesamten Produktportfolio von F5. Seit 2019 spielt er zudem eine zentrale Rolle bei Initiativen zur Unternehmensstrategie und war unter anderem an der Einführung des ersten Innovationsprojekts von F5 beteiligt. Paul leitete das Tiger-Team für die KI-Strategie von F5, das sich mit der Frage befasste, wie die bestehenden Produkte von F5 zur sicheren Bereitstellung von KI-Anwendungen beitragen können. Später wirkte er an der Entwicklung der KI-Referenzarchitektur von F5 mit, die die zentralen Bausteine, Herausforderungen, Risiken und Partnerlösungen beschreibt, die für die Bereitstellung und Absicherung von KI-Anwendungen erforderlich sind. Paul hält regelmäßig Keynotes und Fachvorträge auf Branchenveranstaltungen, darunter der OPI Summit, der OCP Global Summit, Intel InnovatiON, der Open Source Summit, die Red Hat Tech Exchange sowie mehrere VMworld-Konferenzen in den USA und der EMEA-Region. Darüber hinaus ist er Gründer und Maintainer von Open-Source-Projekten, Vorsitzender des Outreach Committee des Open Programmable Infrastructure Project und war zuvor für den Betrieb der Antivirus Response Data Centers und der Testlabore für Sicherheitssoftware von Symantec verantwortlich.
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