Drei zentrale Erkenntnisse für den asiatisch-pazifischen Raum aus dem Bericht zum Stand der Anwendungsdienste

F5-Ökosystem | 08. Februar 2019

Wie ich bereits in meinem Blogbeitrag vom Dezember 2018 erläutert habe, wird die Modernisierung von Anwendungen heutzutage vor allem durch den Druck vonseiten des Geschäfts vorangetrieben. Als uns die Ergebnisse von The State of Application Services für 2019 vorlagen und wir mit ihrer Analyse begannen, nahmen wir einige der Punkte auf der Agenda von Unternehmen genauer unter die Lupe. (Eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie in diesem Blogbeitrag.) Der Bericht ist global ausgerichtet, es gibt jedoch auch eine Version mit Schwerpunkt auf dem asiatisch-pazifischen Raum. Sie zeigt, dass unsere Region zwar viele Gemeinsamkeiten mit dem Rest der Welt aufweist, es aber auch einige wichtige Unterschiede gibt. Ich möchte die drei wichtigsten Erkenntnisse hervorheben.

Einige Regionen im asiatisch-pazifischen Raum übertreffen beim Übergang zur digitalen Wirtschaft den weltweiten Durchschnitt

Der globale Bericht ergab, dass 67 % der Befragten bereits Projekte zur digitalen Transformation umsetzen. Im asiatisch-pazifischen Raum haben wir drei Regionen ermittelt, die dabei schneller vorankommen.

Diagramm: Laufende Projekte zur digitalen Transformation

Das ist keine große Überraschung. Australien und Neuseeland sind weithin für ihre hohe Cloud-Nutzungsrate bekannt, die durch IT-Transformation und DevOps-Trends vorangetrieben wird. Indiens Initiative „Digital India“ läuft bereits seit mehr als drei Jahren, und derzeit hören wir viel über das Wachstum der digitalen Wirtschaft des Landes. Auch die ASEAN-Region wächst rasant und lotet Möglichkeiten aus, um Entwicklungsstufen zu überspringen – sowohl bei der Infrastruktur als auch bei den Dienstleistungen.

Führende digitale Wirtschaft: zwei Seiten derselben Medaille

Die digitale Wirtschaft bietet IT-Teams zweifellos die Chance, auf neue Weise zum Erfolg ihrer Unternehmen beizutragen. Sie bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Hier ein Beispiel aus dem Bericht:

Diagramm: Veränderung der Art und Weise, wie wir Anwendungen in Produktionsumgebungen bereitstellen

Sie werden zweifellos zustimmen, dass digitale Geschäftsmodelle eine schlanke und agile IT sowie entsprechende Anwendungen erfordern. Das bedeutet, dass geschäftsunterstützende Anwendungen für häufige Aktualisierungen, Upgrades und Änderungen bereit sein müssen. Es ist offensichtlich, dass diese vier Regionen, deren Werte jeweils über dem weltweiten Durchschnitt liegen, bei der Modernisierung ihrer Anwendungsentwicklungszyklen weit fortgeschritten sind. Gleichzeitig bedeutet dies jedoch, dass sie einem stärkeren Druck seitens der Fachabteilungen ausgesetzt sind.

Die Offenheit für neue Technologien ist weltweit verbreitet

Nicht alle Länder im asiatisch-pazifischen Raum liegen bei ihrer digitalen Transformation über dem weltweiten Durchschnitt. Ein weniger offensives Vorgehen bedeutet jedoch nicht, dass sie kein Interesse an neuen Technologien haben. Sehen Sie selbst:

Diagramm: Big-Data-Analysen im Vergleich zu maschinellem Lernen und KI

Jedes Land setzt bei neuen Technologien eigene Schwerpunkte. Im weltweiten Ergebnis wurde Big-Data-Analyse als strategisch wichtigste Technologie eingestuft. Einige Länder in Nordasien zeigten jedoch ein noch größeres Interesse daran sowie an Technologien wie maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz. Dies verdeutlicht unserer Ansicht nach, dass diese Länder zwar Schwierigkeiten bei der Umsetzung digitaler Transformationsprojekte haben, sich aber wahrscheinlich bereits mit ihnen befassen und sogar Machbarkeitsstudien (PoC) durchführen, um sich auf die Weiterentwicklung ihrer IT-Plattformen vorzubereiten.

Eine automatisierte Self-Service-Infrastruktur ist unverzichtbar

Abschließend noch ein Hinweis zu äußerst wichtigen Themen: Automatisierung und Orchestrierung in Verbindung mit Self-Service-IT. Die Modernisierung der Anwendungsarchitektur, häufige Releases und eine anwendungszentrierte Infrastruktur für die digitale Wirtschaft lassen sich erst dann vorantreiben, wenn zuvor eine automatisierte Self-Service-Infrastruktur eingerichtet wurde.

Die Erwartungen auf Unternehmensseite haben sich definitiv verändert. Unternehmen warten nicht auf die IT. Zweifellos bestimmen sie inzwischen das Tempo der IT. Vor diesem Hintergrund ist die folgende Statistik für Betriebsteams besonders aufschlussreich:

Diagramm: Positive Einstellung zu Self-Service-Infrastruktur

Es ist erfreulich, dass viele Regionen im asiatisch-pazifischen Raum der Bereitstellung von Self-Service-Lösungen überdurchschnittlich positiv gegenüberstehen. Auch wenn dies aus der obigen Grafik nicht hervorgeht, liegt der Durchschnitt im asiatisch-pazifischen Raum ebenfalls leicht über dem weltweiten Durchschnitt (37 % gegenüber 35,8 %). Für IT-Teams ist es jedoch entscheidend, ihre digitalen Plattformen so auszurichten, dass sie mit der Geschwindigkeit des digitalen Geschäfts Schritt halten können. Gerade jetzt, da von uns erwartet wird, mit weniger Ressourcen mehr zu erreichen, sind die Automatisierung von Prozessen und die Bereitstellung von Self-Service-IT für Unternehmen zentrale Erfolgsfaktoren in der IT – sowohl für Netzwerkteams als auch für Anwendungsentwickler.

Fazit

In diesem Jahr haben wir in den Regionen des asiatisch-pazifischen Raums Zusammenhänge zwischen mehreren Faktoren festgestellt: der digitalen Wirtschaft, neuen Technologien, Anwendungen und einer automatisierten Self-Service-Infrastruktur. Die Trends unterscheiden sich, doch letztlich sollte das Ziel dasselbe sein: Wir alle befassen uns mit der Weiterentwicklung unserer Unternehmen – unabhängig davon, in welcher Region und Branche wir tätig sind. In welcher Phase befindet sich Ihr Unternehmen heute? Hoffentlich regt der vollständige Bericht zum asiatisch-pazifischen Raum in Ihrem Unternehmen eine konstruktive Diskussion über Ihren eigenen Weg der digitalen Transformation an.

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Schlagwörter: 2019

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