F5, NGINX und unser Engagement für die Kubernetes-Community

F5-Ökosystem | 19. November 2019

Die meisten Kunden von F5 nutzen ein breites Spektrum an Technologien, die in den vergangenen 30 Jahren entwickelt wurden. Sie arbeiten mit Legacy- oder klassischen Umgebungen und den zugehörigen Prozessen, führen neue Technologien ein, sobald diese verfügbar werden, und nutzen verschiedenste Lösungen dazwischen.

Auch rein digitale Unternehmen sind nicht vor heterogenen Umgebungen gefeit. Unabhängig davon, wie fortschrittlich ein Unternehmen ist, muss es für die Arbeit mit einem Technologiemix offenbleiben, denn Geschäftsbeziehungen und Wirtschaftssysteme sind letztlich Ökosysteme. Daher befindet sich nahezu jedes erfolgreiche Unternehmen in der „unübersichtlichen Mitte“ der technologischen Glockenkurve. Und genau dort setzt F5 an, um die Herausforderungen unserer Kunden zu lösen.

Unser Kubernetes-Ansatz ist fest in der Mitte dieser Glockenkurve verankert. Kubernetes ist zweifellos ein äußerst erfolgreiches Open-Source-Projekt mit einer starken Community und einem florierenden Ökosystem. Es hat sich zum De-facto-Standard für die Entwicklung und den Betrieb containerbasierter Anwendungen entwickelt. Für uns stellt sich die Frage, wie wir Kubernetes dabei unterstützen können, den nächsten großen Entwicklungssprung zu vollziehen. Was ist erforderlich, um den Geist des Projekts, der Community und des Ökosystems weiterzutragen und zugleich mit den Anforderungen unseres Kundenstamms sowie unserer Expertise im Bereich Anwendungsdienste zu verbinden?

Zunächst einmal können wir viel aus Open-Source-Projekten lernen, die weniger erfolgreich waren. Einige waren zu unflexibel und strebten einen hundertprozentigen Konsens innerhalb der Community an – ein unerreichbarer Anspruch in einer Welt, in der Organisationen mit höchst unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert sind und ebenso unterschiedliche Ansichten darüber vertreten, wie diese zu bewältigen sind.

Ein weiterer Fallstrick bestand darin, sich zu sehr auf die größten beteiligten Geschäftspartner zu stützen. Dadurch wurde die von einigen wenigen großen Technologieanbietern vorgegebene Richtung der gesamten Community aufgezwungen, sodass Minderheitenstimmen und Innovationen untergingen.

Andererseits zeigt ein Blick auf die erfolgreichsten Open-Source-Projekte, dass es ihnen gelungen ist, ein Gleichgewicht zwischen den einzuhaltenden, gemeinschaftsbasierten Open-Source-Prinzipien und den von den Kunden benötigten kommerziellen Modellen zu finden.

Wir sind überzeugt, dass Community- und kommerzielle Lösungen nicht im Widerspruch zueinander stehen müssen. Ein Gleichgewicht ist möglich, setzt jedoch die Bereitschaft voraus, zusammenzuarbeiten und dieses Gleichgewicht angesichts neuer Herausforderungen und Innovationen kontinuierlich anzupassen.

Bislang ist es Kubernetes sehr gut gelungen, die Anforderungen der Anbieter an Erweiterungs- und Experimentiermöglichkeiten mit der Einhaltung hoher Open-Source- und Community-Standards in Einklang zu bringen. Diese Flexibilität ist nicht nur für kommerzielle Interessen wichtig, sondern auch, weil sie vielfältigere Möglichkeiten für Innovationen schafft. Statt einen aufwendigen Governance-Prozess vorzuschreiben, wird die Community zum Experimentieren ermutigt. Die entscheidenden Kriterien dafür, ob etwas wirklich gut ist, sind einfach: Akzeptanz und der Einsatz in Produktivumgebungen.

Auch bei F5 finden wir dieses Gleichgewicht: Wir sind Teil des Open-Source-Ökosystems und zugleich ein kommerzielles Unternehmen. Wir verfolgen wirtschaftliche Interessen, sind jedoch überzeugt, dass es entscheidend ist, produktionsreife Lösungen bereitzustellen, die eine Vielzahl unterschiedlicher Technologien nutzen und es Kunden ermöglichen, Kubernetes in all diesen komplexen Umgebungen zwischen den Extremen einzusetzen.

Für uns bedeutet die Mitwirkung in dieser Community mehr, als nur zu sagen, dass wir Kubernetes integrieren …

  • Es bedeutet, zu zentralen Projekten beizutragen, wie wir es mit unseren Lösungen NGINX und Aspen Mesh getan haben.
  • Es bedeutet, von den Normen und Richtlinien der Community zu lernen und sie zu übernehmen.
  • Es fördert die Zusammenarbeit innerhalb der Community auf Konferenzen und Meetups (und dazu gibt es jede Menge Sticker, Beanies und Socken!).
  • Es bedeutet, dass wir unsere BIG-IP Container Ingress Services-Lösung als Open Source bereitstellen, Pull Requests aus der Community annehmen und diese Lösungen anschließend ohne zusätzliche Kosten für unsere Kunden vollständig unterstützen.

Wir engagieren uns langfristig. Durch unsere Beiträge und die Unterstützung unserer Kunden tragen wir dazu bei, das Wachstum von Kubernetes auf die nächste Größenordnung zu heben – von Open Source über kommerzielle Lösungen bis hin zu allem, was dazwischenliegt.

Zu diesem Zweck führen wir unsere marktführenden Container-Ingress-Lösungen – den NGINX Kubernetes Ingress Controller und F5 Container Ingress Services – zu einer einheitlichen Benutzererfahrung zusammen. Das ist der richtige Schritt für unsere Benutzer und die Community. Unser Ziel ist es, eine vollständig unterstützte, produktionsreife End-to-End-Ingress-Lösung bereitzustellen, die das gesamte Spektrum von NGINX-Open-Source-Lösungen bis hin zu unseren kommerziellen Angeboten abdeckt.

Weitere Informationen zu unseren Container-Lösungen finden Sie hier. Und lassen Sie uns wissen: Was wünschen Sie sich künftig von F5? Bei welchen Herausforderungen können wir Ihnen helfen? Wie können wir Sie und die Community besser unterstützen? Wir hören Ihnen zu und brauchen Ihre Unterstützung.

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Schlagwörter: 2019

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