Die Beschleunigung der digitalen Transformation und die stetig zunehmende Verbreitung „smarter“ Verbrauchertechnologien führen zu einer Flut neu erzeugter Daten, die jene Systeme und Unternehmen zu überfordern droht, die bei der Wertschöpfung zunehmend auf Daten angewiesen sind.
Diese neue Realität verlagert die Datenverarbeitung von ihrem traditionellen Zentrum im Rechenzentrum in die Public Cloud und an den Netzwerkrand. Doch auch dies wird sich unweigerlich als ineffizient erweisen und nicht die erforderliche Reaktionsfähigkeit bieten, um den Erwartungen der Verbraucher sowie dem Bedarf an Echtzeit-Datenverarbeitung für das IoT und dem zunehmenden Einsatz von KI für intelligente Automatisierung gerecht zu werden. Das Ende des Mooreschen Gesetzes bedeutet, dass CPU-zentrierte Infrastrukturen ihre Grenzen erreicht haben – unabhängig davon, wo sie sich physisch befinden.
Daher suchen Unternehmen nach effizienteren, modernen Computing-Architekturen, die Mandantenfähigkeit unterstützen und Anwendungen im Rechenzentrumsmaßstab mit der erforderlichen Leistung und Sicherheit bereitstellen können.
Um die erforderlichen Leistungs- und Sicherheitsniveaus zu erreichen, müssen Bereitstellungs- und Sicherheitsdienste Technologien nutzen, die die Verarbeitung für Sicherheit, Speicher und Netzwerke auslagern, beschleunigen und isolieren können.
- Auslagerung bezeichnet die Verlagerung von Infrastrukturdiensten vom Host auf eine dedizierte Hardwareressource.
- Beschleunigung bedeutet, dass diese dedizierte Hardwareressource die Anwendungsleistung durch den Einsatz hardwareintegrierter programmierbarer Beschleuniger steigern kann.
- Isolierung bietet eine vertrauenswürdige Umgebung für die Ausführung von Infrastrukturanwendungen auf einer dedizierten Hardwareressource, die unabhängig von der CPU und dem Betriebssystem beziehungsweise Hypervisor des Hostsystems betrieben wird.
Eine der Schwierigkeiten bei der Einführung dieses Ansatzes bestand schon immer darin, Unternehmen die Nutzung dedizierter Hardware zu ermöglichen, ohne dass sie dafür ein Expertenteam für systemnahe Entwicklung und Hardwareprogrammierung beschäftigen müssen. Die Appliance-Modelle, mit denen dieses Problem in der Vergangenheit gelöst wurde, eignen sich nicht für eine Zukunft, die von Cloud- und Edge-Computing geprägt ist.
Die moderne Lösung besteht darin, eine Plattform und ein Framework bereitzustellen, mit denen sowohl Infrastrukturanbieter als auch Unternehmen schnell Dienste und Systeme entwickeln können, die die Vorteile dedizierter Hardwareressourcen nutzen. Beispiele für eine solche Lösung sind die NVIDIA BlueField-3 DPU und das NVIDIA Morpheus KI-Framework für Cybersicherheit.
Die NVIDIA BlueField-3 DPU ist eine Rechenzentrumsinfrastruktur der dritten Generation auf einem Chip, mit der Unternehmen eine softwaredefinierte, hardwarebeschleunigte IT-Infrastruktur aufbauen können, die von der Cloud über das zentrale Rechenzentrum bis zum Edge reicht. Die neue DPU-Plattform lagert softwaredefinierte Netzwerk-, Speicher-, Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen aus den Anwendungs-Workloads aus, beschleunigt und isoliert sie und verbessert dadurch die Leistung, Effizienz, Skalierbarkeit und Sicherheit von Rechenzentren erheblich.
Das NVIDIA Morpheus KI-Framework bietet vortrainierte KI-Modelle, die Entwicklern leistungsstarke Tools zur Vereinfachung ihrer Arbeitsabläufe sowie zur Erkennung und Eindämmung von Sicherheitsbedrohungen an die Hand geben. In Verbindung mit NVIDIA BlueField-2 DPUs können Sicherheits-, Virtualisierungs-, Überwachungs- und Richtliniendurchsetzungsfunktionen auf jedem Server bereitgestellt werden. Wir sehen in beiden Technologien das Potenzial, den Zugang zu integrierten Analyse- und Sicherheitsfunktionen in der Cloud und am Edge zu beschleunigen.
F5 ist überzeugt, dass die von NVIDIA demonstrierten Fortschritte bei Prozessor-, Plattform- und Chipsatztechnologien den Einsatz spezialisierter Rechenlösungen ermöglichen, um die Ressourcennutzung für bestimmte Workload-Typen erheblich zu optimieren. Wir sehen vielversprechende Vorteile bei der Entwicklung intelligenter, anwendungsorientierter „Industriesysteme“ für spezielle Einsatzzwecke und damit grenzenlose Möglichkeiten für attraktive IoT-Lösungen, bei denen eine lokale Echtzeitverarbeitung erforderlich ist. Besonders begeistert sind wir von der Echtzeit-Vorverarbeitung von Telemetriedaten sowie den zahlreichen weiteren Funktionen, die wir in unserem gesamten Produktportfolio und auf unserer Edge-as-a-Service-Plattform Volterra bereitstellen können.
Wie bei allen Hardwareplattformen profitieren Unternehmen von DPUs, sobald sich ein ergänzendes Software-Ökosystem entwickelt. Um dieses Ökosystem zu ermöglichen, müssen Entwickler die Beschleunigungs- und Auslagerungsfunktionen der DPU auf einheitliche und transparente Weise nutzen können. Einer unserer zahlreichen Innovationsbereiche konzentriert sich darauf, dieses Ökosystem zu fördern und Unternehmen die Möglichkeit zu geben, die Sicherheit und Bereitstellung ihrer Anwendungen mithilfe der von ihren Anbietern bereitgestellten Hardware zu optimieren. Wir stellen fest, dass Technologien wie Container und WebAssembly (WASM) die Möglichkeit bieten, diese Funktionalität für DPUs bereitzustellen und das erforderliche Ökosystem zu schaffen, ohne zusätzliche Komplexität einzuführen oder von den Endnutzern Fachwissen im Hardwarebereich zu verlangen.
Gemeinsam mit NVIDIA blicken wir auf eine langjährige Erfahrung bei der Auslagerung und Beschleunigung bestimmter Funktionen mithilfe von NVIDIA ConnectX SmartNICs zurück. F5 und NVIDIA planen, gemeinsam mit Kunden die Funktionen von BlueField-2 und BlueField-3 zu nutzen, um Lösungen bereitzustellen, mit denen Unternehmen von der skalierbaren Auslagerung und Beschleunigung von Diensten für Anwendungssicherheit und -bereitstellung profitieren können. Dank unserer einzigartigen Erfahrung und Kompetenz bei der Entwicklung von Software, die die Vorteile von Hardware ausschöpfen kann, freut sich F5 auf die Zusammenarbeit mit NVIDIA, um für unsere Kunden das Potenzial des aufkommenden Edge-Computings zu erschließen.
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