Während Unternehmen KI in ihre Betriebsabläufe integrieren, entwickelt sich auch ihr Ansatz für KI-Sicherheit rasant weiter. In dieser letzten Folge unserer Q&A-Reihe „Life at F5“, in der wir F5-Mitarbeitende vorstellen, die die KI mitgestalten, spricht Ian Lauth, Director of Product Marketing bei F5, über seine Rolle dabei, Kunden den entscheidenden Aha-Moment in Sachen KI zu vermitteln. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, was ihn an der Zukunft KI-gestützter Technologien begeistert und wie sein Team KI einsetzt, um alltägliche Herausforderungen zu bewältigen.
F: Was hat Sie ursprünglich zu F5 geführt – und was hat Sie dazu bewogen, zu bleiben?
Ian: Ehrlich gesagt war ich ein wenig eingeschüchtert, als ich zum ersten Mal mit F5 in Berührung kam. Es war ein großes Unternehmen, das Internettechnologie vorantrieb, die weit über die Start-up-Welt hinauszugehen schien, aus der ich kam. Aber die Menschen, mit denen ich meine Vorstellungsgespräche führte, waren so authentisch, dass ich sofort wusste: Zu dieser Gemeinschaft möchte ich gehören. Acht Jahre später ist es immer noch genau das, was mich hier hält. Die Unternehmenskultur ist außergewöhnlich: geprägt von Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung und voller Menschen, die einander aufrichtig Erfolg wünschen. Der Beweis? Viele kehren zu F5 zurück. Selbst wenn sie das Unternehmen verlassen, um andere Chancen wahrzunehmen, berichten sie weiterhin nur Positives. Letztlich sind es die Menschen bei F5, auf die es ankommt.

F: Wie würden Sie die Unternehmenskultur von F5 in drei Worten beschreiben?
Ian: Authentisch, nerdig, zielstrebig.
F: Was umfasst Ihre Rolle bei F5 und wie trägt sie zur Mission von F5 bei?
Ian: Meine Aufgabe ist es, überzeugende Geschichten über unsere Produkte zu erzählen und mitzugestalten, wie unsere Vertriebs- und Marketingteams über KI-Sicherheit sprechen. Ich sage gern, dass es meine Aufgabe ist, Aha-Momente zu schaffen, damit jemand, der zum ersten Mal von F5 hört, sofort den Mehrwert erkennt. Dazu gehört, festzulegen, wie wir unsere Produkte positionieren, welche Zielgruppen wir ansprechen und wie wir im Vergleich zum Wettbewerb dastehen. Außerdem erstelle ich Materialien, die F5 als glaubwürdigen Vordenker etablieren. KI-Sicherheit ist ein neuer und hart umkämpfter Bereich, und es ist meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass F5 hier mit Kompetenz und Autorität auftritt.
F: Was begeistert Sie am meisten an der Rolle, die KI bei der Gestaltung der Zukunft der Technologie von F5 spielt?
Ian: Am meisten begeistert mich daran, Unternehmen dabei zu helfen, KI sicher einzusetzen. Es herrscht viel Untergangsstimmung, aber ich bin Optimist. Ich glaube, dass KI Menschen dazu befähigen wird, größere und bessere Dinge zu erreichen. Die Herausforderung besteht darin, dass viele Unternehmen noch immer Schwierigkeiten haben, KI umfassend einzuführen, und die Risiken sind real. Wenn F5 dazu beitragen kann, diese Einführung sicherer zu gestalten und mehr Vertrauen zu schaffen, lösen wir nicht nur ein Sicherheitsproblem, sondern fördern auch die Verbreitung von KI auf eine Weise, die Menschen und Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnet. Zunächst müssen wir nur das Fundament richtig legen.

F: Wie setzt Ihr Team KI ein, um Herausforderungen zu bewältigen oder den Alltag zu erleichtern?
Ian: Ein Projekt, das ich besonders beeindruckend finde, ist die Arbeit meines Kollegen Mark Toler. Er trainiert KI-Modelle, um die Stimmung in großen Cybersicherheitsforen auf Reddit zu analysieren und aufzuzeigen, was unsere Zielgruppe tatsächlich über KI denkt. Dadurch erhalten wir wertvolle Einblicke in die Diskussionen, die die Branche prägen. Ich hoffe, dass wir diesen Ansatz auf weitere unserer Produkte ausweiten können.
Ich selbst nutze täglich hochmoderne LLMs wie ChatGPT und Claude, um Teams auf gemeinsame Projektziele auszurichten, Präsentationen zu optimieren, mich schnell in neue Produktbereiche oder die Wettbewerbssituation einzuarbeiten und Recherchen zu beschleunigen. Seit Tools für tiefgreifende Schlussfolgerungen auf Echtzeitdaten zugreifen können, ist KI für Produktmarketing-Manager wirklich unverzichtbar geworden.
F: Welches Missverständnis haben Menschen häufig über KI – und wie sieht die Realität aus?
Ian: Das größte Missverständnis besteht darin, dass KI als eine Art bewusstes Wesen betrachtet wird, das kurz davorsteht, die Weltherrschaft zu übernehmen. Das halte ich für Unsinn. Der Einsatz von KI in Unternehmensumgebungen erfordert echte Sorgfalt. Bei jedem Schritt spielen Rahmenbedingungen, Vorschriften und menschliches Urteilsvermögen eine Rolle. KI entwickelt sich im Tempo der Menschen, nicht im Tempo der Schlagzeilen.
Vielleicht muss ich meine Meinung dazu irgendwann revidieren, aber ich glaube auch nicht, dass uns unmittelbar eine Massenarbeitslosigkeit bevorsteht. Ja, Berufsbilder werden sich verändern, aber es werden auch neue Chancen entstehen. Die düsteren Prognosen verbreiten sich rasant, weil sie so dramatisch sind. In Wirklichkeit ist die Einführung von KI in Unternehmen ein langsamer, wohlüberlegter Prozess, und es gibt noch vieles zu klären. Der Wandel ist real, aber er braucht Zeit.
F: Können Sie von einem Moment erzählen, in dem KI Sie überrascht oder Ihre Sicht auf Ihre Arbeit verändert hat?
Ian: Ich musste an einem einzigen Wochenende eine Präsentation für die Führungsebene erstellen – einen Investitionsantrag über 2 Millionen US-Dollar für unser oberstes Führungsteam. Normalerweise hätte ich mehrere Wochen damit verbracht, mich mit den Stakeholdern abzustimmen und gemeinsam an der Argumentation zu feilen. Stattdessen nutzte ich KI, um schnell Feedback zu meinen Entwürfen zu erhalten, die Botschaften zu schärfen und sicherzustellen, dass ich auf der richtigen strategischen Ebene argumentierte, anstatt mich in Details zu verlieren. Das Ergebnis hat mich wirklich überrascht. An diesem Wochenende habe ich mehr über die Kommunikation mit Führungskräften gelernt, als es sonst vielleicht der Fall gewesen wäre, und ich bin nun deutlich zuversichtlicher, so etwas noch einmal zu machen.
F: Wenn Sie eine KI entwickeln könnten, die Ihnen einen Bereich Ihres Lebens erleichtert, was würde sie tun?
Ian: Ich hätte gern eine KI, die mich wirklich kennt und für mich auswählt, was ich lese und anschaue – nicht auf Grundlage algorithmischer Köder, die nur auf Interaktion abzielen, sondern danach, was meinen Horizont tatsächlich erweitern und mich zu einem besseren Geschichtenerzähler machen würde. Ich liebe gedruckte Bücher, insbesondere Science-Fiction, Action und Sachbücher über Bewusstsein, den Weltraum und neue Horizonte. Ich hätte gern etwas, das sich alles ansieht, was ich bei der Arbeit, beim Lesen oder sonst wo mache, und sagt: „Ian, lies als Nächstes das hier. Du wirst es lieben, und ich sage dir auch, warum.“ Einen KI-Begleiter, der mich wirklich versteht und dafür sorgt, dass ich nie wieder in ein Loch falle, weil ich nicht weiß, welches Buch ich als Nächstes lesen oder welche Serie ich als Nächstes schauen soll. Das wäre ziemlich großartig. Und wenn er dafür sorgt, dass ich neugierig bleibe und ständig dazulerne, wäre das für mich ein voller Erfolg.
Kunden helfen, KI besser zu verstehen
Für Ian beginnt die Gestaltung der Zukunft der KI-Sicherheit bei F5 damit, Menschen dabei zu helfen, sie zu verstehen. Seine Aufgabe besteht darin, komplexe Technologien in verständliche Geschichten zu übersetzen, damit der Mehrwert von F5 sofort einleuchtet. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Strategie, Storytelling und einer sich rasant entwickelnden KI-Landschaft. Doch auch nach acht Jahren beeindruckt ihn vor allem noch immer die Unternehmenskultur: kluge, wissbegierige Menschen, die einander aufrichtig zum Erfolg verhelfen wollen. Diese Kombination sorgt dafür, dass die Arbeit sinnstiftend bleibt und Ideen vorangetrieben werden.
Möchten Sie gemeinsam mit Menschen, denen der verantwortungsvolle Umgang mit KI am Herzen liegt, sinnvolle Technologien entwickeln? Entdecken Sie offene Stellen bei F5.
Lesen Sie auch die vorherigen Blogbeiträge dieser Reihe:
F5ers gestalten KI: Ein Gespräch mit Hunter Smit über Kultur, Wachstum und sinnstiftende Arbeit
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