NIS2 einen Schritt voraus: Wie F5 helfen kann

F5-Ökosystem | 16. November 2023

Die neue, weitreichende EU-Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit (NIS2) wird deutlich mehr Unternehmen dazu verpflichten, ihre Cyberabwehr zu stärken.

Da die Richtlinie in den kommenden zwölf Monaten von den EU-Mitgliedstaaten umgesetzt wird, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um zu klären, wie die Einhaltung der neuen Vorschriften gewährleistet werden kann.

Dieser Artikel erläutert, wie F5 Sie dabei unterstützen kann, die strengen Anforderungen von NIS2 an Risikomanagement und Berichterstattung zu erfüllen.

Effektiveres Risikomanagement

Mehr denn je schaffen und fördern Anwendungen neue Geschäftsmodelle und Umsatzwachstum. Sie prägen das Kundenerlebnis, ermöglichen und automatisieren Betriebsabläufe und verwandeln Daten in Erkenntnisse. Mit anderen Worten: Sie helfen Unternehmen dabei, innovativ zu sein und sich von der Konkurrenz abzuheben.

Gleichzeitig verzeichnen Programmierschnittstellen (APIs) ein ungebremstes Wachstum. APIs ermöglichen die Kommunikation und den Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen und spielen daher eine zentrale Rolle dabei, wie Unternehmen arbeiten und Mehrwert für sich und andere schaffen.

Doch trotz ihres großen Potenzials können Apps und APIs denjenigen, die versuchen, all das zu verwalten und zu durchdringen, erhebliches Kopfzerbrechen bereiten. Und wenn Sie es nicht richtig angehen, wird NIS2 die Probleme nur noch verschärfen.

Das Risikomanagement ist ein zentraler Schwerpunkt von NIS2. Das bedeutet – Sie ahnen es bereits –, dass Sie sich mit Ihren Anwendungen und APIs auseinandersetzen müssen, unabhängig davon, wo diese betrieben werden. Erschwert wird diese Herausforderung durch die Tatsache, dass laut unserem Bericht zum Stand der Anwendungsstrategie heute 85 % der Unternehmen ihre Anwendungen und APIs an mehreren Standorten bereitstellen – darunter lokale Rechenzentren, mehrere öffentliche Clouds und Edge-Standorte.

Hier kommen die F5 Distributed Cloud (XC) Services ins Spiel.

Dabei handelt es sich um SaaS-basierte Sicherheits-, Netzwerk- und Anwendungsmanagementdienste, mit denen Kunden ihre Anwendungen in einer Cloud-nativen Umgebung oder an jedem anderen benötigten Ort – im Rechenzentrum, in einer Multi-Cloud-Umgebung, am Netzwerkrand oder am Unternehmensrand – bereitstellen, absichern und betreiben können.

Die F5 Distributed Cloud WAAP-Lösung ist insbesondere im Zusammenhang mit NIS2 von Nutzen, da sie vier zentrale Komponenten vereint, die für die Absicherung des digitalen Erlebnisses moderner Unternehmen von entscheidender Bedeutung sind:

  • Web Application Firewall (WAF): F5 Distributed Cloud WAF nutzt die leistungsstarke Advanced WAF Technologie, die signatur- und verhaltensbasierten Schutz für Webanwendungen kombiniert. Sie fungiert als zwischengeschalteter Proxy, der Anwendungsanfragen und -antworten überprüft, um ein breites Spektrum an Risiken abzuwehren und zu mindern, die von OWASP Top 10 Bedrohungskampagnen, böswilligen Benutzern und weiteren Gefahren ausgehen. Ein gutes Beispiel im Zusammenhang mit NIS2 ist die Erkennung neuer Schwachstellen in Softwarekomponenten oder Tools, etwa im Zusammenhang mit Log4j. Durch virtuelles Patching über die WAF-Komponente der XC-WAAP-Lösung von F5 können sämtliche Angriffe auf alle Anwendungen sofort abgewehrt werden – unabhängig davon, wo sich diese oder die zugehörigen Microservices befinden. XC WAAP von F5 verschafft Unternehmen die nötige Zeit, um mit dem Patchen all ihrer Systeme zu beginnen, und verkürzt zugleich erheblich das Zeitfenster, in dem böswillige Akteure diese Schwachstelle ausnutzen können, um Ransomware einzusetzen oder andere Angriffe durchzuführen. Indem Ihr Unternehmen die Geschäftskontinuität auch während eines Angriffs aufrechterhält, erfüllt es eine zentrale Anforderung von NIS2.

  • API-Sicherheit: F5 Distributed Cloud API Security schützt Programmierschnittstellen (APIs) vor Bedrohungsakteuren, die versuchen, diese auszunutzen, um eine Sicherheitsverletzung oder einen Dienstausfall herbeizuführen. Dank der automatischen API-Erkennung, die API-Endpunkte für jede Anwendung identifizieren und zuordnen kann, sowie der Unterstützung eines positiven Sicherheitsmodells durch den Import von API-Swagger-Dateien können Unternehmen das korrekte API-Verhalten einfach überwachen, optimieren und durchsetzen.

  • Bot-Abwehr: F5 Distributed Cloud Bot Defense kontrolliert und wehrt bösartige Automatisierung ab, um ausgeklügelte, menschliches Verhalten imitierende Angriffe zu verhindern. Die Lösung kombiniert einheitliche Telemetrie, Netzwerkintelligenz und KI/ML mit menschlicher Analyse, um automatisierte Bedrohungen wie Credential Stuffing und Kontoübernahmen, Scraping, Card Cracking und weitere zu erkennen und abzuwehren.

  • DDoS-Abwehr: Mit F5 Distributed Cloud DDoS Mitigation erhalten Unternehmen einen mehrschichtigen Schutz vor Angriffen auf den Ebenen 3–7. Dazu gehören der Schutz auf Netzwerkebene vor volumetrischen Distributed-Denial-of-Service-Angriffen (DDoS), DoS-Signaturen, Servicerichtlinien einschließlich Ratenbegrenzung und IP-Reputation sowie eine erweiterte Datenverkehrsbereinigung mit umfassender Paketprüfung. Dies schützt vor gefälschtem und fehlerhaftem Datenverkehr, Anfragefluten und anderen Formen des Missbrauchs, die darauf abzielen, Webangebote und Anwendungen zu überlasten.

Aktuelle Erkenntnisse von F5 Labs und anderen Organisationen zeigen, dass geopolitische Spannungen zu einem enormen Anstieg von DDoS-Angriffen führen. Anwendungszentrierte DDoS-Angriffe sind besonders weit verbreitet und zielen eindeutig darauf ab, Anwendungen lahmzulegen. Dies wird zweifellos noch weit in die Zukunft hinein anhalten, und NIS2 wird allen Organisationen im Nacken sitzen, die das Problem bzw. die Probleme nicht im Griff behalten.

Im Wesentlichen baut F5 Distributed Cloud WAAP organisatorische Silos ab und verbindet so alte und neue Betriebsmodelle sowie Legacy- und moderne Anwendungen auf geschäftlicher und technischer Ebene. Die Lösung vereinfacht Sicherheitsrichtlinien und deren Durchsetzung über Clouds, Rechenzentren und Edge-Standorte hinweg, um die Komplexität zu reduzieren und eine einheitlichere Richtlinienumsetzung zu gewährleisten. Mit anderen Worten: genau das, was NIS2 fordert und was Sie unabhängig von Vorschriften ohnehin anstreben sollten.

Die strengen neuen Meldepflichten erfüllen

Die anspruchsvollen und detaillierten Meldepflichten der NIS2-Richtlinie machen es für Unternehmen unerlässlich, einen vollständigen Überblick über die Vorgänge in ihren digitalen Prozessen und insbesondere an ihren digitalen Schnittstellen zu Kunden, Partnern und Lieferanten zu haben. Eine Organisation muss eine Sicherheitsverletzung innerhalb von 24 Stunden, nachdem sie davon Kenntnis erlangt hat, der zuständigen Behörde melden und angeben, ob sie grenzüberschreitende Auswirkungen haben könnte. Die betroffene Organisation muss innerhalb von 72 Stunden eine erste Einschätzung zum Schweregrad und zu den Auswirkungen der Sicherheitsverletzung vorlegen.

Auch hier ist F5 XC die ideale Lösung: Eine zentrale Benutzeroberfläche schafft Transparenz über unterschiedliche Umgebungen hinweg und ermöglicht es Ihnen, Ihr gesamtes Anwendungsportfolio zu überwachen, die Anzahl falsch positiver Meldungen zu begrenzen, um ein gutes Signal-Rausch-Verhältnis aufrechtzuerhalten, sowie Vorfälle zu untersuchen und zu analysieren. Darüber hinaus lässt sich damit ein präzises Bestandsverzeichnis der Assets in diesen Umgebungen führen, was Risikobewertungen erleichtert und Kunden dabei unterstützt, die NIS2-Anforderung zu erfüllen, unabhängig von der jeweiligen Umgebung geeignete Richtlinien zu implementieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass die EU Maßnahmen ergreift, um Organisationen dabei zu unterstützen, böswilligen Akteuren stets einen Schritt voraus zu sein und nachlässige Sicherheitspraktiken nachträglich zu ahnden. So tauschen beispielsweise die Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) und die nationalen Computer-Notfallteams (CSIRTs) Informationen über Schwachstellen aus, um Unternehmen in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen besser zu schützen. Die XC-Lösungen von F5 können die operative Nutzung dieser Informationen vereinfachen und so Risiken in mehreren komplexen Umgebungen mindern. Darüber hinaus bietet die Lösung eine zentrale, vereinfachte logische Schnittstelle für die Entwicklung von Apps, bei denen angemessene Sicherheitsmaßnahmen von Anfang an integriert sind – über mehrere Technologie-Stacks und Umgebungen hinweg.

Die cloudbasierten und benutzerfreundlichen XC-Lösungen von F5 eignen sich für Unternehmen jeder Größe. Die Plattform bietet eine unkomplizierte Lösung für Unternehmen, die ihre eigenen Sicherheitslösungen nicht selbst verwalten, warten und betreiben möchten oder nicht über die dafür erforderlichen Kompetenzen verfügen beziehungsweise ein SaaS-Modell bevorzugen. Unternehmen hingegen, die ihre Sicherheit selbst verwalten möchten und über die dafür erforderlichen Kompetenzen und Fachkenntnisse verfügen, können die Lösungen F5 BIG-IP und NGINX einsetzen, um sowohl ältere als auch moderne Anwendungen sowie deren digitale Schnittstellen zu Kunden und Partnern umfassend zu schützen.

Ein robuster Schutz von Anwendungen ist unerlässlich, um die NIS2-Richtlinie einzuhalten – und genau das bietet das Portfolio von F5.

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Schlagwörter: 2023

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