Internationaler Frauentag (IWD) ist am 8. März. Dieser weltweite Aktionstag würdigt nicht nur die zahlreichen Errungenschaften von Frauen, sondern soll auch die Gleichstellung der Geschlechter vorantreiben. Das diesjährige Motto #EmbraceEquity führt uns eindringlich vor Augen, dass in der Cybersicherheitsbranche nach wie vor ein starkes Ungleichgewicht herrscht: 75 % der Beschäftigten im Bereich Cybersicherheit sind Männer.
Es werden Fortschritte erzielt, um die derzeitige Situation zu verbessern. Prognosen zufolge könnte es jedoch mehr als 130 Jahre dauern, die Geschlechterkluft zu schließen, wenn die Welt das derzeitige Tempo beibehält.
Um jetzt weitere Veränderungen anzustoßen und einzigartige Perspektiven auf die Bedeutung der Überwindung der Geschlechterkluft aufzuzeigen, habe ich mich mit Navpreet Gill zusammengesetzt. Damit eröffnen wir eine Blogreihe mit Menschen unterrepräsentierter Geschlechtsidentitäten im Bereich Cybersicherheit bei F5. Sie erläuterte mir, wie wichtig es ist, Frauen weiterhin darin zu bestärken, Teil der Cybersicherheitsbranche zu sein – nicht nur am Internationalen Frauentag, sondern jeden Tag.

Navpreet ist seit über drei Jahren bei F5 tätig. Ihre Aufgabe konzentriert sich auf das Produktmarketing für Web Application Firewall(WAF)-Lösungen, darunter F5 BIG-IP Advanced WAF und Threat-Intelligence-Services. Zuvor war Navpreet maßgeblich am Produktmarketing und an der Geschäftsentwicklung für Sicherheits-Start-ups im Silicon Valley beteiligt. Ihre Erfahrung mit Sicherheits-Start-ups weckte ihre Leidenschaft dafür, Produkte und Lösungen so zu positionieren und zu kommunizieren, dass sie die Anwendungsfälle der Kunden optimal abdecken und den Geschäftserfolg fördern. In ihrer Freizeit geht Navpreet gerne klettern, Ski fahren und mit ihrem Hund Henry wandern.
Rachael: Bevor ich in der Cybersicherheit gelandet bin, verlief mein beruflicher Werdegang alles andere als geradlinig. Wie hast du den Einstieg in die Branche geschafft?
Navpreet: Kurz nach meiner Zeit an der UCLA erhielt ich ein Schreiben von meiner Krankenversicherung, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich zu den mehreren Millionen Menschen gehörte, die von einem kürzlich erfolgten Datenleck betroffen waren. Ich war gerade von Los Angeles ins Silicon Valley gezogen und auf Jobsuche, also begann ich, Kontakte in der Tech-Branche zu knüpfen. Meine Mentorinnen und Mentoren ermutigten mich, noch einen Schritt weiterzugehen und mich nach Stellen im Bereich Cybersicherheit umzusehen.
Im Kern geht es bei Cybersicherheit darum, Menschen davor zu schützen, Opfer zu werden – und in meiner bisherigen Laufbahn hat es mir viel Freude bereitet, auf der Seite der Verteidigung zu stehen, Menschen vor Schaden zu bewahren, Cyberkriminelle zu verfolgen und mich kontinuierlich weiterzubilden. Ich sehe gerne, welche Wirkung meine Arbeit hat. Das schnelllebige Umfeld hilft mir, fokussiert zu bleiben, und sorgt dafür, dass mir meine Arbeit weiterhin Freude bereitet.
Rachael: Viele setzen sich inzwischen für Diversität und Inklusion in der Technologiebranche ein, doch die Cybersicherheitsbranche tut sich weiterhin schwer damit, die Geschlechterkluft zu schließen. Welche Möglichkeiten gibt es, diese Kluft zu überwinden?
Navpreet: Mehr Frauen am Arbeitsplatz sind gut fürs Geschäft, denn sie sorgen für vielfältigere Perspektiven, Führungsstile und Erfahrungen. Das gilt zwar für jede Position in einem Unternehmen, ist aber im Bereich Cybersicherheit besonders wichtig. Wir brauchen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, weil wir es mit Cyberkriminellen und Hackern zu tun haben, die ebenfalls vielfältige Hintergründe und Erfahrungen mitbringen. Je vielfältiger die Menschen und das Fachwissen sind, mit denen wir unsere digitale Welt schützen, desto größer sind unsere Erfolgschancen.
Rachael: Dem kann ich nur zustimmen. Vor einigen Jahren berichtete die University of Maryland, dass alle 39 Sekunden ein Cyberangriff stattfindet. Und durch immer neue Taktiken wie Ransomware-as-a-Service wird es zunehmend einfacher. Wie können wir mehr Frauen für die Cybersicherheit gewinnen? Was muss sich ändern?
Navpreet: Ich denke, es ist ein Wahrnehmungsproblem – zu Hause und in der Schule werden junge Mädchen oft in traditionellere Rollen gedrängt. Auch der Mangel an Vorbildern hat erheblichen Einfluss, ebenso wie andere Faktoren, etwa die männliche Dominanz und der Gruppenzwang, die den Eindruck vermitteln, MINT sei etwas für Nerds.
Mit einem kulturellen Wandel können wir dieses Narrativ umkehren. Lehrkräfte und Berufsberatende sollten junge Mädchen dazu ermutigen, eine Karriere im MINT-Bereich anzustreben, und Vorbilder im Bildungssystem stärker hervorheben. In der Arbeitswelt sollten Arbeitgeber gezielte Maßnahmen ergreifen, um Frauen in der IT einzustellen und langfristig zu binden. Dazu gehören Lohngleichheit, gleiche Aufstiegschancen und ein geschlechterinklusives Arbeitsumfeld.

Rachael: Ich freue mich über Maßnahmen, die den Status quo infrage stellen. Und all das, was sich derzeit im Bereich Cybersicherheit tut, begeistert mich. Welche aktuellen Trends lassen dich besonders aufhorchen?
Navpreet: Am meisten begeistert mich künstliche Intelligenz (KI) in der Cybersicherheit.
Cyberangriffe werden nicht verschwinden – ihre Häufigkeit und Raffinesse werden weiter zunehmen. Für Cybersicherheitsexperten ist es inzwischen ziemlich schwierig geworden, auf all diese Angriffe zu reagieren. Hacker und Cyberkriminelle setzen bereits KI ein. In vielen Fällen werden KI-Algorithmen genutzt, um schwach geschützte Systeme aufzuspüren, die wertvolle Informationen enthalten. KI kann außerdem zahlreiche personalisierte Phishing-E-Mails erstellen, um Empfänger zur Preisgabe vertraulicher Informationen zu verleiten. KI-gestützte Angriffe können zudem gezielter und effektiver sein. Da sie Zusammenhänge immer besser verstehen, werden sie künftig noch schwerer zu erkennen sein.
Rachael: Zum Beispiel, indem man ChatGPT für böswillige Angriffe nutzt. Aber für KI mit guten Absichten ist noch nicht alle Hoffnung verloren, oder?
Navpreet: Absolut. Algorithmen für maschinelles Lernen können die riesigen Datenmengen, die in Echtzeit durch Netzwerke fließen, effektiver untersuchen und lernen, Muster zu erkennen, die auf eine Bedrohung hindeuten. Investitionen in neue Technologien werden in der sich abzeichnenden Realität und dem sich wandelnden Ökosystem eine entscheidende Rolle spielen. Es ist unerlässlich, Technologie in das Ökosystem zu integrieren, um den böswilligen Einsatz von KI mithilfe von KI selbst zu bekämpfen.
Beispielsweise sind Verhaltensanalysen eine Voraussetzung für die Erkennung kombinierter Angriffe. Viele Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS) auf Schicht 7 erfolgen unauffällig und bleiben möglicherweise unentdeckt. BIG-IP Advanced WAF nutzt maschinelles Lernen und Datenüberwachung, um das Datenverkehrsverhalten zu analysieren und DoS- und DDoS-Angriffe automatisch abzuwehren.
KI in der Cybersicherheit entwickelt sich exponentiell weiter, und ich bin gespannt, wohin diese Entwicklung führt.
Weitere Fragen und Antworten in dieser Blogreihe
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Chad: Warum ist es für Sicherheitsarchitekten und -ingenieure so schwierig, den richtigen Schutz für Webanwendungen und APIs auszuwählen?
Gary: Die Wahl des richtigen Schutzes für Webanwendungen und APIs (WAAP) kann für Sicherheits- und Risikoteams in der Tat eine große Herausforderung darstellen. Die Vielzahl der verfügbaren Optionen erschwert die Entscheidungsfindung – darunter CDN-Anbieter, cloudnative Tools, reine Sicherheitsprodukte und WAAP-Plattformen.
Jede Lösung bietet unterschiedliche Funktionen, Leistungsmerkmale und Architekturen, was eine fundierte Bewertung und einen effektiven Vergleich erschwert. Dies führt häufig zu zeitaufwendigen Recherchen, der Gefahr, wichtige Aspekte zu übersehen, und dem Risiko, eine unzureichende Lösung auszuwählen, die das Unternehmen Sicherheitsbedrohungen aussetzen könnte. Hinzu kommt die Frage nach Theorie und Praxis: Wie wird die Lösung tatsächlich abschneiden?
Chad: Können Sie den neuen Vergleich „Die besten Sicherheitslösungen für APIs und Webanwendungen“ vorstellen und seinen Zweck erläutern?
Gary: Absolut. Dieser neue Leitfaden wurde speziell für die Herausforderungen entwickelt, mit denen Architekten und SecOps-Fachleute konfrontiert sind und die ich bereits erwähnt habe. Er bietet eine übersichtliche, strukturierte Gegenüberstellung führender Lösungen und beleuchtet dabei zentrale Aspekte wie architektonische Flexibilität, die Übertragbarkeit von Richtlinien, die Anpassungsfähigkeit an Bedrohungen, die Integration in den Lebenszyklus und die Wirksamkeit der Sicherheitsmaßnahmen. Ziel ist es, die Entscheidungsfindung durch einen umfassenden Überblick zu vereinfachen und Fachleuten dabei zu helfen, den besten Ansatz für die Implementierung von Anwendungssicherheit zu wählen.
Chad: Wie vereinfacht der Vergleichsleitfaden den Entscheidungsprozess?
Gary: Der Vergleichsleitfaden vereinfacht den Entscheidungsprozess erheblich, indem er Zeit spart und die Komplexität reduziert. Er bietet einen prägnanten und übersichtlichen Überblick über verschiedene Lösungskategorien und stellt die Stärken und Schwächen der einzelnen Optionen klar gegenüber. So können Fachleute schnell erkennen, welche Lösungen ihren spezifischen Anforderungen entsprechen. Dadurch wird das Risiko, wichtige Aspekte zu übersehen, minimiert und sichergestellt, dass sie den wirksamsten Schutz für ihre individuellen digitalen Umgebungen auswählen.
Chad: Auf welche Schlüsselkriterien konzentriert sich der Vergleichsleitfaden, und können Sie konkrete Beispiele dafür nennen, warum diese wichtig sind?
Gary: Selbstverständlich. Der Leitfaden konzentriert sich auf mehrere zentrale Kriterien. Wenn wir beispielsweise über architektonische Flexibilität sprechen, zeichnen sich F5 WAAP-Lösungen dadurch aus, dass sie Anwendungen und APIs unabhängig von ihrem Standort schützen, ohne dass eine Neugestaltung, Überarbeitung oder Migration erforderlich ist. Diese Flexibilität ist für Unternehmen mit verteilten Umgebungen von entscheidender Bedeutung, darunter lokale Rechenzentren und mehrere Cloud-Plattformen, die aufgrund der zunehmenden Verbreitung API-basierter Architekturen und KI-Ökosysteme immer häufiger anzutreffen sind. Sie stellt sicher, dass Sicherheitsrichtlinien in allen Umgebungen einheitlich angewendet und Abhilfemaßnahmen mithilfe KI-gestützter Abwehrmechanismen mit menschlicher Unterstützung schnell und flächendeckend umgesetzt werden können. CDN-Angebote hingegen setzen in der Regel voraus, dass Inhalte über ihr Netzwerk bereitgestellt werden, was für moderne Multi-Cloud-Architekturen möglicherweise ungeeignet ist. Diese Plattformen sind in sich geschlossen und bieten keinen einheitlichen Sicherheits-Stack, der durchgängig in Ihren Rechenzentren, öffentlichen Cloud-Umgebungen und Edge-Standorten eingesetzt werden kann. Diese Einschränkung kann agile Bereitstellungen und die Skalierbarkeit beeinträchtigen, Fehlkonfigurationen begünstigen und wertvolle Ressourcen der Sicherheitsteams durch die Feinabstimmung von Richtlinien, die Reaktion auf Vorfälle und Abhilfemaßnahmen binden. Dadurch eignen sich solche Angebote weniger für Unternehmen mit einer komplexen digitalen Präsenz.
Chad: Gibt es noch weitere wichtige Kriterien, auf die sich der Leitfaden konzentriert?
Gary: Ja, da wäre noch die Portabilität von Richtlinien. Da F5 WAAP-Lösungen den Vorteil bieten, Sicherheitsrichtlinien einheitlich über Cloud- und lokale Umgebungen hinweg bereitzustellen, können Sie Ihre digitale Strategie umsetzen, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen. Derselbe robuste, einheitliche Sicherheits-Stack begleitet Ihre Anwendungen und APIs überallhin – unabhängig davon, wo sie sich befinden oder künftig benötigt werden. Diese Einheitlichkeit verringert das Risiko inkonsistenter Richtlinien und fehlerhafter Konfigurationen in unterschiedlichen Umgebungen und vereinfacht so das Sicherheitsmanagement. Cloud-native Lösungen hingegen sind häufig auf ihre jeweilige Umgebung beschränkt, was durch die Verwaltung mehrerer Sicherheits-Stacks zu betrieblicher Komplexität führt. Diese fehlende Portabilität eines einheitlichen Stacks kann fragmentierte Sicherheitsrichtlinien und einen höheren Verwaltungsaufwand zur Folge haben.
Die Anpassungsfähigkeit an Bedrohungen ist ein weiteres entscheidendes Kriterium. F5 WAAP-Lösungen nutzen KI-gestützte Täuschungstechniken und maschinelles Lernen, um ihre Wirksamkeit aufrechtzuerhalten, während Angreifer ihre Taktiken weiterentwickeln. Diese Anpassungsfähigkeit ist unerlässlich, um komplexen Bedrohungen stets einen Schritt voraus zu sein und sicherzustellen, dass sich Sicherheitsmaßnahmen in Echtzeit weiterentwickeln können. Reine Sicherheitslösungen konzentrieren sich hingegen meist auf bestimmte Risiken und Bedrohungen – häufig auf die gängigsten – und können sich nicht an die sich wandelnden Strategien der Angreifer anpassen, deren Taktiken, Techniken und Verfahren inzwischen durch KI erheblich beschleunigt werden. Dieser statische Ansatz kann Unternehmen anfällig für neue und aufkommende Bedrohungen machen.
Chad: Warum sind Vergleichsleitfäden wie dieser wichtig?
Gary: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Leitfaden „Vergleich der besten Sicherheitslösungen für APIs und Webanwendungen“ eine unschätzbare Ressource für Sicherheits- und Risikoteams darstellt. Durch die Konzentration auf zentrale Kriterien wie architektonische Flexibilität, Übertragbarkeit von Richtlinien und Anpassungsfähigkeit an Bedrohungen vereinfacht der Leitfaden die Entscheidungsfindung und hilft Unternehmen dabei, die effektivsten Sicherheitslösungen für Webanwendungen und APIs für ihre spezifischen Umgebungen auszuwählen. Umfassende Leitfäden und Ressourcen sind für fundierte Sicherheitsentscheidungen von entscheidender Bedeutung und stärken letztlich die Sicherheitslage eines Unternehmens in einer komplexen und sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungslandschaft.
Sehen Sie sich die detaillierte Vergleichstabelle an: Vergleichsleitfaden zu den besten Sicherheitslösungen für APIs und Webanwendungen
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