Von F5 veröffentlichte Cybersicherheitsforschung: Leistung und Wirksamkeit von ML-/KI-Frameworks

F5-Ökosystem | 12. Juni 2023

Kürzlich veröffentlichte F5 einen Forschungsartikel in der Elsevier-Fachzeitschrift Network Security, der verschiedene Frameworks für maschinelles Lernen (ML) und künstliche Intelligenz (KI) empirisch analysiert, um die Leistung und Effektivität der verteilten Ausführung von ML-/KI-Algorithmen zu ermitteln. Die Forschungsarbeit untersucht den Einsatz verschiedener fortschrittlicher ML-/KI-Frameworks wie NVIDIA Morpheus, ONNX, TF/SKL usw., um die Cybersicherheit in großem Maßstab deutlich zu verbessern. Dadurch konnten die Erkennungsfunktionen beschleunigt werden, was durch optimierte Modellformate und eine GPU-gestützte parallele Verarbeitung von Workloads erreicht wurde. Die Kombination aus Softwareoptimierung und Hardwarebeschleunigung hat nicht nur die Latenz reduziert, sondern auch den Gesamtdurchsatz erhöht.

Wir haben uns für die Erkennung von algorithmisch generierten Domains (AGDs) entschieden, um die verschiedenen ML-/KI-Frameworks (NVIDIAs Morpheus, ONNX, TF/SKL) miteinander zu vergleichen. Im Allgemeinen verwenden Angreifer Domain Generation Algorithms (DGAs), um AGDs für die Datenexfiltration und die Command-and-Control-Kommunikation (C&C) über die DNS-Schicht zu generieren. Wir haben Modelle zur Erkennung von DGA-Bedrohungen verwendet, um verschiedene ML-/KI-Frameworks zu testen.

Die ML-/KI-Modelle zur Erkennung von AGDs wurden auf den jeweiligen Plattformen mit Batchgrößen von 32 und 1024 bereitgestellt und ausgeführt. Die GPU-Konfigurationen übertrafen die CPU-Konfigurationen der TensorFlow-Implementierung bei den jeweiligen Batchgrößen um das 11- bzw. 43-Fache. Bei Verwendung des ONNX-Modellformats erzielte der CPU-Ausführungsanbieter bei einer Batchgröße von 32 eine 5-mal und bei einer Batchgröße von 1024 eine 1,5-mal höhere Leistung als TensorFlow auf der CPU. ONNX mit CUDA-GPU-Ausführungsanbieter übertraf ONNX mit CPU-Ausführungsanbieter bei Batchgrößen von 32 bzw. 1024 um das 6- bzw. 13-Fache. Morpheus-GPU übertraf die anderen Architekturen und erreichte bei Batchgrößen von 32 bzw. 1024 einen Durchsatz von 22.382 bzw. 208.077 Anfragen pro Sekunde. Dies entspricht einer 200-fachen Steigerung des Durchsatzes gegenüber der TensorFlow-GPU-Konfiguration.

Unsere Analyse hat ergeben, dass Morpheus-GPU eine überlegene Latenz und einen höheren Durchsatz bietet und dadurch größere Batch-Größen für die Verarbeitung großer Netzwerke ermöglicht. Mit Morpheus-GPU und Caching können DGAs im DNS-Datenverkehr auf Rechenzentrumsebene in Echtzeit erkannt werden.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Untersuchung sind:

  • Die Abwehr von Cyberangriffen und damit verbundenen Bedrohungen erfordert ausgereifte Lösungen zur Bedrohungserkennung, die das Potenzial gespeicherter Datensätze nutzen, indem sie diese zur Gewinnung von Bedrohungsinformationen auswerten.
  • KI-/ML-Algorithmen benötigen Hardwarebeschleunigung (KI-Frameworks), um große Datenmengen schnell zu verarbeiten und daraus zu lernen, damit Cyberangriffe und Bedrohungen besser erkannt werden können.
  • Das Morpheus-KI-Framework ermöglicht schnelle Entscheidungen und bietet Inferenzfunktionen zur Verarbeitung von Daten mit geringer Latenz und hohem Durchsatz im Vergleich zu anderen ML-/KI-Frameworks wie ONNX, TF usw.

Unternehmen können diese Forschung nutzen, um KI-beschleunigte Cybersicherheit zu implementieren. Dazu wählen sie eine robuste Infrastruktur (eine Kombination aus Verarbeitungseinheiten und ML-/KI-Frameworks), mit der sich große Datenmengen verarbeiten und Inferenzergebnisse schnell und skalierbar erzielen lassen. Die Forschung ermöglicht es Unternehmen, auf Grundlage der validierten Ergebnisse zu ML-/KI-Frameworks entsprechende Methoden in bestehende Produktangebote zu integrieren, insbesondere in den Bereichen ML und KI.

Laden Sie Ihr Exemplar des Artikels im Online-Portal des Network Security Journal herunter.

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