F5 Latinx: Am Arbeitsplatz ganz man selbst sein

F5-Ökosystem | 07. Oktober 2024

Um sich in die amerikanische Arbeitswelt zu integrieren, verbarg Rene Neri lange Zeit seine Identität. Viele Menschen erkannten nicht, dass er Latinx ist. Und er wies sie auch nicht darauf hin. „Als ich hierherkam, habe ich große Anstrengungen unternommen, mich an die Kultur anzupassen – fast schon übertrieben“, sagt Neri, der bei F5 als Marketing and Art Director tätig ist. „Und oft sahen die Menschen mich nicht so, wie ich wirklich bin.“

Der Wunsch, mit seiner mexikanischen Herkunft wahrgenommen zu werden, veranlasste Neri dazu, sich der F5 Latinx Employee Inclusion Group (EIG) anzuschließen. Heute ist er als Global Co-Chair tätig und setzt sich dafür ein, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem andere Latinx-Beschäftigte bei F5 ihre Erfahrungen teilen können.

„Es ist eine Herausforderung, sich selbst treu zu bleiben und gleichzeitig beruflich voranzukommen“, sagt Neri.

Die eigene Identität unterdrücken, um dazuzugehören

Leider ist Neris Erfahrung nicht die Regel. Laut einem Bericht des Center for Talent Innovation kommen Latinx-Fachkräfte beruflich schneller voran, wenn sie ihre Identität unterdrücken. 76 % der Latinos wenden Energie dafür auf, Teile ihrer Persönlichkeit zu verbergen, um sich am Arbeitsplatz anzupassen. Die Studie ergab, dass Personen, die ihre Identität herunterspielen, eine dreimal höhere Wahrscheinlichkeit haben, befördert zu werden.

Darüber hinaus sind Diskriminierung und Mikroaggressionen weit verbreitet. Laut einem Bericht von Coqual hat fast ein Viertel der Latinx-Fachkräfte in den USA nicht das Gefühl, dass ihre Führungskraft ihre Ideen in Besprechungen ausdrücklich unterstützt. Und 21 % geben an, dass ihre Kolleginnen und Kollegen regelmäßig abfällige Bemerkungen über Einwanderung oder Einwanderer machen. „Seit Diversität und Inklusion Eingang in den politischen Diskurs gefunden haben, wird sehr respektlos über Einwanderer gesprochen, was Menschen zusätzlich davon abhält, über ihre Identität zu sprechen“, sagt Neri.

Ein geschützter Raum für den Erfahrungsaustausch

Die 2019 gegründete F5 Latinx EIG hat es sich zum Ziel gesetzt, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem Latinx-Beschäftigte ihre Erfahrungen austauschen und schwierige Themen besprechen können. Die EIG besteht aus 230 F5-Beschäftigten aus aller Welt, die sich monatlich zu virtuellen Gesprächen treffen. Die Treffen finden in ungezwungener Atmosphäre und ohne feste Tagesordnung statt. Sie sollen den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, einander kennenzulernen und offen über alles zu sprechen, was sie beschäftigt.

„Als mir klar wurde, dass ich bei der Arbeit einen Teil von mir selbst außen vor ließ, war das ein Schlüsselerlebnis“, sagt Neri. „Mir wurde bewusst, dass ich meiner Stimme Gehör verschaffen musste. Und ich wollte ein Forum schaffen, in dem auch alle anderen ihre Meinung äußern und stolz auf ihre Herkunft sein können.“

“„Ich habe das Gefühl, dass Möglichkeiten wie diese das Engagement der Mitarbeitenden steigern. Wenn man Teil einer Gemeinschaft ist, fühlt man sich stärker verbunden und möchte länger im Unternehmen bleiben.“ – Obed Francisco Colin, globaler Co-Vorsitzender der F5 Latinx Employee Inclusion Group”

Obed Francisco Colin, der gemeinsam mit Neri den Vorsitz von F5 Latinx innehat, sagt, er habe sich wegen seines Akzents manchmal nicht ernst genommen gefühlt. „Manche Menschen gehen eher auf Distanz, wenn sie merken, dass Englisch nicht die eigene Muttersprache ist, und scheinen einem aufgrund des Akzents nicht wirklich zuzuhören“, sagt er. „Zum Glück habe ich das bei F5 noch nie erlebt.“

Colin, Senior Customer Success Manager, trat der Latinx EIG bei, weil er besser verstehen wollte, wie andere Latinx-Fachkräfte ihre berufliche Laufbahn gestalten, und ihnen die Fähigkeiten und Ressourcen an die Hand geben wollte, die sie benötigen, um erfolgreich zu sein.

Zusätzlich zu den monatlichen Treffen bietet F5 Latinx das ganze Jahr über Veranstaltungen an, von denen viele im Zeichen des Hispanic Heritage Month stehen. In diesem Jahr arbeitet die EIG mit der gemeinnützigen Organisation HITEC zusammen, um ein Webinar zur bewussten Gestaltung des eigenen Karrierewegs anzubieten, sowie mit Coqual, um über die Förderung am Arbeitsplatz zu sprechen. Außerdem lädt sie einen Anbieter moderner Gesundheitsleistungen ein, um über psychisches Wohlbefinden und persönliche Entwicklung zu sprechen. Darüber hinaus veranstaltet sie Präsenzfeiern in den F5-Niederlassungen in Seattle und Guadalajara.

Mitglieder der Latinx-EIG von F5 kommen im Büro in Guadalajara zusammen, um im Rahmen der einmonatigen Feierlichkeiten der EIG zum Hispanic Heritage Month den mexikanischen Unabhängigkeitstag zu begehen.
Mitglieder der Latinx-EIG von F5 kommen im Büro in Guadalajara zusammen, um im Rahmen der einmonatigen Feierlichkeiten der EIG zum Hispanic Heritage Month den mexikanischen Unabhängigkeitstag zu begehen.

Die EIG veranstaltet außerdem Events anlässlich des Tags der Toten, eines Festes, das in lateinamerikanischen Ländern zu Ehren verstorbener Familienmitglieder und Freunde gefeiert wird. Im vergangenen Jahr organisierte sie zudem eine von F5-CEO François Locoh-Donou moderierte Podiumsdiskussion, bei der Latinx-Mitarbeitende von F5 über ihre Herausforderungen und Erkenntnisse für eine erfolgreiche Karriere in der Technologiebranche berichteten.

„Ich habe das Gefühl, dass solche Möglichkeiten die Mitarbeiterbindung stärken“, sagt Colin. „Wenn man Teil einer Gemeinschaft ist, fühlt man sich stärker verbunden und möchte länger im Unternehmen bleiben.“

Herausforderungen am Arbeitsplatz meistern

Teilnehmende berichten, dass die Latinx-EIG von F5 ein Gefühl der Zugehörigkeit geschaffen und zugleich ihr Selbstvertrauen gestärkt hat, sich so zu zeigen, wie sie wirklich sind.

Stephanie Otero, Business Analyst bei F5, sagt, dass sie sich in der überwiegend weißen und männlich geprägten Technologiebranche oft als Außenseiterin gefühlt habe. Zeitweise habe dies zum Hochstapler-Syndrom geführt: Sie zweifelte an ihren Fähigkeiten und Leistungen und fragte sich, ob sie wirklich dazugehört.

Der Beitritt zur Latinx EIG hat ihr geholfen, diesen Gefühlen entgegenzuwirken. „Auf persönlicher Ebene hat mir die Mitgliedschaft in der Latinx EIG ein Gefühl von Gemeinschaft und Unterstützung vermittelt – einen Ort, an dem ich mich mit anderen austauschen kann, die ähnliche Erfahrungen und kulturelle Hintergründe haben“, sagt sie. „In beruflicher Hinsicht hat die EIG eine Reihe von Workshops zur Karriereentwicklung angeboten, durch die ich meine Fähigkeiten und Kenntnisse erweitern konnte. Es ist ein Netzwerk, das die persönliche Entwicklung fördert, Mentoring unterstützt und mich dazu inspiriert, meine Karriere voranzutreiben.“

Die F5-Mitarbeitenden Ana Claudia Quevedo und Alan David Gomez stapeln im Rahmen einer Teambuilding-Übung während des Hispanic Heritage Month so viele Pappbecher wie möglich.
Die F5-Mitarbeitenden Ana Claudia Quevedo und Alan David Gomez stapeln im Rahmen einer Teambuilding-Übung während des Hispanic Heritage Month so viele Pappbecher wie möglich.

Ariana Francia Mosqueda, SOC-Analystin bei F5, sagt, eine der Hürden, mit denen sie konfrontiert war, sei, dass Englisch ihre Zweitsprache ist. „Ich habe einen Akzent“, sagt sie. Deshalb sei es ihr früher „unangenehm gewesen, in Besprechungen das Wort zu ergreifen und meine Ideen zu erläutern“.

Der Beitritt zur Latinx EIG hat ihr geholfen, diese Hürde zu überwinden. Außerdem hat sie dadurch ein Forum erhalten, in dem sie ihren Stolz auf ihre Kultur zum Ausdruck bringen kann. „Ich halte es für wichtig, dass Unternehmen eine EIG für Latinx-Fachkräfte haben, weil sie der Latinx-Community eine Stimme gibt“, sagt sie. „Sie bietet Latinx außerdem einen Raum, in dem wir unsere Kultur fördern können, indem wir unsere Kolleginnen und Kollegen über unser kulturelles Erbe, unsere Traditionen und unsere Beiträge zu F5 informieren.“

Latinx-Mitarbeitende dabei unterstützen, sich zu entfalten

Nachdem sie die Mitglieder zur künftigen Ausrichtung der EIG befragt haben, planen Neri und Colin, künftig mehr Möglichkeiten zum Networking und zur beruflichen Weiterentwicklung anzubieten. Außerdem werden sie die informellen monatlichen Treffen fortsetzen, die nach Aussage vieler Latinx-Beschäftigter entscheidend dazu beitragen, dass sie sich am Arbeitsplatz entfalten können.

„Ich halte es für wichtig, Räume zu schaffen, in denen Menschen offen und ohne Angst vor Verurteilung über ihre Erfahrungen und Herausforderungen sprechen können“, sagt Neri. „Es geht wirklich darum, sich gegenseitig zu unterstützen. Und darum, unsere berufliche Entwicklung voranzutreiben und dabei am Arbeitsplatz ganz wir selbst zu sein.“

Weitere Informationen zu den EIGs von F5 finden Sie auf unserer Webseite „Allyship bei F5“.

Lesen Sie auch unsere anderen Blogbeiträge über die Employee Inclusion Groups von F5:

Aufbau einer lebendigen LGBTQ+-Community bei F5 | F5

Einsatz für Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten | F5

Frauen bei F5 miteinander vernetzen | F5

Eine treibende Kraft für Schwarze Fachkräfte in der Technologiebranche | F5

Veteranen helfen, in der Unternehmenswelt erfolgreich zu sein | F5

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Schlagwörter: 2024

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