Was ist die Bitübertragungsschicht?

Die Bitübertragungsschicht ist die erste Schicht des OSI-Referenzmodells. Sie wird manchmal mit „PHY“ abgekürzt, abgeleitet von den ersten drei Buchstaben ihrer englischen Bezeichnung. Das OSI-Modell unterteilt Netzwerkprotokolle in die folgenden sieben Schichten:

  1. Bitübertragungsschicht: Definiert die elektrischen, mechanischen und funktionalen Spezifikationen, die für die Datenübertragung erforderlich sind.
  2. Sicherungsschicht: Definiert die physische Kommunikationsverbindung mit der Gegenstelle und das bei der Übertragung verwendete Datenformat.
  3. Netzwerkschicht: Definiert die Funktionen und Spezifikationen für die Weiterleitung von Daten an den Zielhost (Knoten) sowie für die Verwaltung von Adressen innerhalb des Kommunikationspfads.
  4. Transportschicht: Definiert Funktionen und Spezifikationen, die eine zuverlässige und effiziente Übertragung der Daten an das Ziel gewährleisten.
  5. Sitzungsschicht: Definiert Funktionen und Spezifikationen zum Aufbau und Beenden virtueller Kommunikationspfade (Sitzungen) zwischen Kommunikationsprogrammen.
  6. Darstellungsschicht: Definiert Funktionen und Spezifikationen für die Konvertierung des Formats von Daten, die während der Kommunikation ausgetauscht werden.
  7. Anwendungsschicht: Definiert Funktionen und Spezifikationen für den Austausch von Informationen auf Anwendungsebene.

Die Bitübertragungsschicht legt Details wie Kabelmaterialien, Steckerformen und elektrische Signalspannungen fest. Sie umfasst beispielsweise Ethernet-Kabel und Schnittstellenstandards wie RS-232C. Mit dem Format oder Inhalt der übertragenen Daten befasst sich die Bitübertragungsschicht jedoch nicht.