Open-Source-Spotlight: F5 kündigt an, mehr als nur Code beizusteuern

F5-Ökosystem | 06. Dezember 2017

Open Source hat seit den Zeiten langwieriger Downloads und anschließender individueller Kompilierungen von Slackware einen weiten Weg zurückgelegt. In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe ich erlebt, wie zahlreiche Unternehmen und Stiftungen auf den Schultern von Open Source aufstiegen und wieder untergingen. Der wichtigste Faktor für den Erfolg derjenigen, die gewachsen sind, während andere scheiterten, ist der Support – sowohl kommerziell als auch durch die Community.

Beides ist für den langfristigen Erfolg von Open Source unerlässlich. Der kommerzielle Support durch Anbieter stellt dringend benötigte Dienstleistungen und finanzielle Unterstützung bereit, sodass sich die Community auf den Code konzentrieren kann. Dies zeigt sich bei Unternehmen, die sich nach wie vor gegen den Einsatz von Open-Source-Software entscheiden: Laut einer Zenoss-Umfrage aus dem Jahr 2016 sind „eingeschränkter Service und Support“ weiterhin der Hauptgrund dafür, Open Source zu meiden. Von den Unternehmen, die Open Source bereitwillig einsetzen, war mehr als die Hälfte (56 %) auf kostenpflichtige Versionen umgestiegen. Mehr als die Hälfte der an der Zenoss-Umfrage teilnehmenden Unternehmen (51 %) nannte „besseren Service und Support“ als Grund für den Umstieg.

Die scheinbar unter keinem guten Stern stehende Verbindung von kommerziellen Anbietern und Community ist Teil des Erfolgsrezepts nahezu jedes Open-Source-Projekts, das allgemein bekannt geworden ist. Android zum Beispiel?

Wir (damit ist das Unternehmen gemeint) engagieren uns seit über zwanzig Jahren im Open-Source-Bereich. Unsere Entwicklungs- und IT-Teams beteiligen sich an Open-Source-Projekten und leisten Beiträge dazu. Auch unsere iRules-Community basiert auf denselben Grundsätzen: dem Austausch von Ideen und Code sowie der Zusammenarbeit. Mit derselben Begeisterung und Tatkraft, die wir bei unseren kommerziellen Allianzpartnern an den Tag legen, haben wir Integrationen entwickelt und Partnerschaften mit kommerziellen Open-Source-Anbietern angestrebt. In den letzten Jahren haben wir unser Open-Source-Engagement noch weiter verstärkt, indem wir Lösungen entwickelt und veröffentlicht haben, die für Open Source bestimmt und selbst als Open Source verfügbar sind.

Aber es ist an der Zeit, mehr zu tun, als nur Code beizusteuern.

Vor diesem Hintergrund freuen wir uns, bekannt geben zu können, dass F5 der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) als Silver-Mitglied beigetreten ist, um unser Engagement für Open-Source-Technologien zu unterstreichen. Zusätzlich zum Beitritt von F5 zur CNCF werden wir auch Silver-Sponsor der Linux Foundation, der Dachorganisation der CNCF.

Die Cloud Native Computing Foundation beherbergt eine Vielzahl von Open-Source-Projekten wie Kubernetes (Container-Management) und Envoy (Service-Mesh-Proxy). Fast 16 % der befragten Unternehmen gaben in unserer Umfrage „State of Application Delivery 2018“ an, dass sie Kubernetes als bevorzugte Container-Lösung einsetzen oder dies planen. Dabei geht es nicht nur um Anwendungen: Der Anteil der Befragten, die Anwendungsdienste in Containern bereitstellen möchten, hat sich im Jahresvergleich verdoppelt.

Da Pivotal, Docker und Mesosphere (neben einer langen Liste weiterer Anbieter) Kubernetes unterstützen, ist klar, dass es zu den führenden (wenn nicht sogar dem führenden) Angeboten gehören wird, da die Containerisierung bei der Bereitstellung von Anwendungen weiterhin erheblich an Bedeutung gewinnt. Wir verzeichnen großes Interesse an unseren Container-Integrationen mit Kubernetes sowie OpenShift und Cloud Foundry. Daher möchten wir einen Teil unserer Expertise bei der Skalierung von Anwendungen und Plattformen auf die Kubernetes-Plattform konzentrieren, um deren Weiterentwicklung zu unterstützen – insbesondere auf der Netzwerkebene.

Vor diesem Hintergrund freuen wir uns, unsere neueste Open-Source-Initiative anzukündigen: Aspen Mesh. Aspen Mesh ist ein unternehmenstaugliches Service Mesh, denn wir sind überzeugt, dass eine robuste Kommunikationsinfrastruktur für Microservices der bestmögliche Weg ist, um containerisierte Anwendungen zu skalieren – ob im Rechenzentrum, in der Cloud oder in beiden Umgebungen. Gleichzeitig kennen wir die Anforderungen und die Komplexität produktiver Unternehmensumgebungen. Ein Service Mesh muss mehr leisten, als nur Anwendungen zu skalieren; es muss sie auch überwachen und absichern. Deshalb bauen wir Aspen Mesh auf dem Istio-Projekt auf und stellen eine unterstützte Service-Mesh-Infrastruktur bereit, die DevOps-Teams die gewünschte Flexibilität und Autonomie bietet und zugleich die Richtlinien, Transparenz und Einblicke in Microservices ermöglicht, die Betriebsteams für produktionsreife Anwendungen benötigen. Aspen Mesh befindet sich derzeit in der Early-Access-Phase, und wir freuen uns über Kunden, die diesen Prozess gemeinsam mit uns gestalten möchten. Die vollständige Produktverfügbarkeit erwarten wir im Laufe des kommenden Jahres (2018).

Wir blicken mit großer Begeisterung auf die Zukunft der Containertechnologie und entsprechender Umgebungen und freuen uns, nicht nur mit Code zu ihrem Erfolg beizutragen.

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Schlagwörter: 2017, Tech

Über den Autor

Lori Mac Vittie
Lori Mac VittieDistinguished Engineer und Chief Evangelist | F5

Lori MacVittie ist Distinguished Engineer und Chief Evangelist im Office of the CTO von F5 und verfügt über umfassende Expertise in den Bereichen Anwendungsbereitstellung, Automatisierungsstrategie und Infrastruktur. Sie ist dafür bekannt, Komplexität verständlich zu machen – ob sie Leitplanken für KI-Agenten definiert, fragile Multicloud-Architekturen analysiert oder die Grenzen skalierbarer Systeme auslotet. Sie verfügt über mehr als dreißig Jahre Branchenerfahrung in der Anwendungsentwicklung, IT-Architektur sowie im Netzwerk- und Systembetrieb. Bevor sie zu F5 kam, war sie als mehrfach ausgezeichnete Technologie-Redakteurin tätig. MacVittie hat einen Masterabschluss in Informatik und ist eine produktive Autorin, deren Veröffentlichungen die Bereiche Sicherheit, Cloud und Unternehmensarchitektur abdecken. Außerdem spielt sie leidenschaftlich gern Brett- und Videospiele und vertritt mit voller Überzeugung klare Ansichten zum Thema Käse.

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