Function as a Service (FaaS) findet schnell Anwendung in einer Vielzahl von Betriebs- und Entwicklungskontexten.
Obwohl der aufstrebende Star des Cloud-Computings häufig im Zusammenhang mit APIs, dem IoT und mobilen Apps erwähnt wird, findet die Technologie auch außerhalb der Entwicklung breite Anwendung. Im Bericht „Leitfaden zu Serverless“ von The New Stack zeigt sich, dass die technischen Anwendungsfälle für Serverless ein breites Spektrum abdecken:
Technische Anwendungsfälle für Serverless
- 73 % HTTP-REST-APIs und Web-Apps
- 68 % Batch-Jobs oder geplante Aufgaben
- 60 % Geschäftslogik
- 34 % Continuous-Integration-Pipeline
Wie erwartet dominieren Anwendungen: Fast drei Viertel der Befragten nutzen Serverless für REST-APIs und Webanwendungen. Danach wird es jedoch interessanter. Batch-Jobs und geplante Aufgaben sowie die schwer greifbare „Geschäftslogik“ machen weiterhin bei mehr als der Hälfte der Befragten Anwendungsfälle aus.
In den Bereich der „geplanten Aufgaben“ fällt auch der Einsatz von Cloud-Funktionen zur Verwaltung von Cloud-Ressourcen. Cloud und Container bieten Unternehmen unter anderem die Möglichkeit, die Ressourcennutzung zu optimieren. In der Regel denken wir dabei an Skalierbarkeit – insbesondere in Verbindung mit Containern und Microservices. Indem nur die Teile einer Anwendung skaliert werden, bei denen dies erforderlich ist, lassen sich Rechenressourcen und damit Kosten einsparen.
Die andere Seite dieser Gleichung ist jedoch die Möglichkeit, Ressourcen herunterzufahren, wenn sie nicht genutzt werden. Der Reiz von Function as a Service und Serverless (nein, das ist nicht unbedingt dasselbe) liegt zum Teil im echten verbrauchsabhängigen Preismodell. Man bezahlt tatsächlich nur für das, was man nutzt. Da es in einer Serverless-/FaaS-Umgebung idealerweise keine ungenutzten Ressourcen gibt, fallen dafür auch keine Kosten an. In der Cloud hingegen bezahlt man für ungenutzte Ressourcen unter Umständen genauso viel, als würden diese eine Anwendung oder einen Dienst ausführen. Das ist zwar nur ein kleiner Kritikpunkt, kann sich aber summieren, wenn eine Anwendung viele Ausfallzeiten hat.
Hier können Cloud-Funktionen helfen. Indem Sie die Function-as-a-Service-Funktionen der von Ihnen genutzten Cloud verwenden, können Sie eine Aufgabe planen, die Instanzen herunterfährt, wenn sie nicht benötigt werden, und sie später wieder startet. Dies setzt einen relativ festen Zeitplan voraus, etwa bei einer Anwendung, die nur während klar definierter Arbeitszeiten genutzt wird. Bei solchen Anwendungen handelt es sich häufig um klassische Geschäftsanwendungen, die von Beschäftigten ausschließlich tagsüber und unter der Woche genutzt werden. Wenn die Instanzen, aus denen eine Geschäftsanwendung besteht, am Wochenende heruntergefahren werden, lassen sich langfristig erhebliche Kosten einsparen.
Durch die Nutzung des Function-as-a-Service-Angebots Ihres Cloud-Anbieters können Sie möglicherweise die Kosten dafür senken, diese Anwendungen über Nacht und am Wochenende betriebsbereit zu halten. Selbst bei einem zwölfstündigen Arbeitstag könnten Sie Ihre Kosten halbieren, indem Sie die Anwendungen während der übrigen zwölf Stunden herunterfahren.
Wenn Sie wissen möchten, wie sich das umsetzen lässt, was für mich nach einer Cloud-Version von cron klingt, sehen Sie sich diese Ressourcen an:
- AWS Lambda: EC2-Instanzen in regelmäßigen Abständen stoppen und starten
- Google Cloud Functions: Instanzen mit Cloud Scheduler planen
- Instanzen in Durable Functions (Azure Functions) verwalten
Über den Autor

Lori MacVittie ist Distinguished Engineer und Chief Evangelist im Office of the CTO von F5 und verfügt über umfassende Expertise in den Bereichen Anwendungsbereitstellung, Automatisierungsstrategie und Infrastruktur. Sie ist dafür bekannt, Komplexität verständlich zu machen – ob sie Leitplanken für KI-Agenten definiert, fragile Multicloud-Architekturen analysiert oder die Grenzen skalierbarer Systeme auslotet. Sie verfügt über mehr als dreißig Jahre Branchenerfahrung in der Anwendungsentwicklung, IT-Architektur sowie im Netzwerk- und Systembetrieb. Bevor sie zu F5 kam, war sie als mehrfach ausgezeichnete Technologie-Redakteurin tätig. MacVittie hat einen Masterabschluss in Informatik und ist eine produktive Autorin, deren Veröffentlichungen die Bereiche Sicherheit, Cloud und Unternehmensarchitektur abdecken. Außerdem spielt sie leidenschaftlich gern Brett- und Videospiele und vertritt mit voller Überzeugung klare Ansichten zum Thema Käse.
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