Laut dem „F5 Labs 2017 TLS Telemetry Report“ sind mittlerweile 70 % des gesamten Internetverkehrs verschlüsselt. Und laut dem kürzlich von F5 Labs veröffentlichten „Phishing and Fraud Report“ nutzen 68 % der Malware-Websites Verschlüsselung, und 90 % aller Phishing-Websites sind verschlüsselt. Es ist also leicht zu erkennen, dass Verschlüsselung mittlerweile die Norm ist.
Diese neue Normalität wird durch cloudbasierte Anwendungen wie Microsoft Office 365, Google G Suite und andere vorangetrieben, die ebenso wie heutige Webanwendungen und soziale Medien umfassend auf Verschlüsselung setzen. Und obwohl Vorschriften wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union keine verschlüsselte Kommunikation und Datenübertragung vorschreiben, sind viele Organisationen der Ansicht, dass sie Verschlüsselung einsetzen müssen, um die Privatsphäre ihrer Nutzer zu gewährleisten.
Die Verschlüsselung bietet zwar große Vorteile für den Datenschutz, bringt in anderen Bereichen jedoch auch Nachteile mit sich. Durch den sprunghaften Anstieg der Nutzung von SSL/TLS-Verschlüsselung wird die Transparenz des Datenverkehrs erheblich eingeschränkt, wodurch Unternehmen verborgenen Bedrohungen stärker ausgesetzt sind. Darüber hinaus beeinträchtigt der Einsatz bestehender Sicherheitslösungen für die Ver- und Entschlüsselung sowie die Überprüfung die Leistung – insbesondere bei großem Datenaufkommen. Dies führt zu höheren Latenzen und einer unbefriedigenden Benutzererfahrung. Auch die Komplexität nimmt zu, was die Mitarbeitenden durch ineffiziente Abläufe zusätzlich belastet und die Gefahr menschlicher Fehler erhöht.
Verschlüsselte Kommunikation kann im Gegensatz zu Klartext nicht eingesehen werden und wird daher ungeprüft weitergeleitet, wodurch Sicherheitslücken entstehen. Fortschritte in der Kryptografie, wie Perfect Forward Secrecy (PFS), zwingen Unternehmen dazu, ihre Sicherheitsgeräte für die Überprüfung des Datenverkehrs inline einzusetzen. Viele Sicherheitsgeräte sind jedoch nicht in der Lage, bei einer Inline-Bereitstellung Entschlüsselung in großem Maßstab durchzuführen. Daher verbinden Sicherheitsteams einzelne Sicherheitsprodukte manuell miteinander und schaffen so eine verkettete Sicherheitsarchitektur aus mehreren Sicherheitsgeräten. Diese statisch konfigurierten Sicherheitsarchitekturen sind jedoch komplex, können sich nicht an veränderte Netzwerkbedingungen anpassen und zu Latenzen sowie einzelnen Ausfallpunkten führen.
Angreifer nutzen die durch verschlüsselten Datenverkehr entstehenden blinden Flecken aus, indem sie häufig Schadsoftware und andere Exploits in verschlüsselten Nutzdaten verbergen. Außerdem verwenden sie verschlüsselte Kanäle, um bei Command-and-Control-Aktivitäten (C2) und sogar bei der Datenexfiltration unentdeckt zu bleiben. Ohne eine durchgängige, dauerhaft gewährleistete Transparenz des verschlüsselten Datenverkehrs sind Unternehmen diesen Bedrohungen, die ihre kritischen Ressourcen und Daten gefährden, schutzlos ausgeliefert.
F5 und Cisco kommen ins Spiel
Cisco hat eine der branchenweit ersten vollständig integrierten, bedrohungsorientierten Next-Generation Firewalls (NGFW) mit zentraler Verwaltung auf den Markt gebracht. Cisco Firepower Next-Generation Firewall (NGFW) ist eine führende Next-Generation Firewall mit Intrusion-Prevention-System (IPS). Sie wurde entwickelt, um mehr Bedrohungen abzuwehren und eingedrungene Bedrohungen schnell einzudämmen. Dazu stehen Hardware- und Softwareoptionen zur Verfügung, die die bewährte Netzwerk-Firewall von Cisco mit dem branchenweit effektivsten Next-Generation IPS und Advanced Malware Protection (AMP) kombinieren.
In Verbindung mit dem F5 SSL Orchestrator werden die Funktionen der Cisco Firepower-Serie zur Bedrohungsabwehr und ihre Leistungsfähigkeit optimiert. Da SSL Orchestrator die rechenintensive Entschlüsselung des Datenverkehrs übernimmt, bevor dieser an andere Geräte in einem Sicherheits-Stack verteilt wird, können diese Sicherheitsgeräte nun kosteneffizient skaliert werden und die Sicherheit gewährleisten – also genau das tun, wofür sie ursprünglich vorgesehen sind.

F5 SSL Orchestrator zentralisiert die Entschlüsselung und erneute Verschlüsselung des Datenverkehrs mithilfe seiner branchenführenden Hardwarebeschleunigung mit modernen Verschlüsselungsimplementierungen und Softwareorchestrierung. Dabei wird der Datenverkehr entschlüsselt und anschließend an andere Geräte im Sicherheits-Stack verteilt, beispielsweise an die Cisco Firepower NGFW. So kann sich die Cisco Firepower NGFW auf die erweiterte Bedrohungserkennung und den Schutz vor Bedrohungen konzentrieren.
Doch die Transparenz des verschlüsselten Datenverkehrs ist inzwischen nur noch eine Grundvoraussetzung; es braucht mehr. F5 SSL Orchestrator identifiziert und kategorisiert verschlüsselten Datenverkehr, damit dieser richtlinienkonform verarbeitet wird und Datenschutzbestimmungen sowie betriebliche Vorgaben eingehalten werden. Die Lösung ermöglicht eine richtlinienbasierte Steuerung des Datenverkehrs, sodass mehrere Sicherheitsgeräte nicht mehr hintereinandergeschaltet werden müssen.
Cisco Firepower NGFW verfügt über integrierte Funktionen zur SSL-Entschlüsselung. Unternehmen können diese Aufgabe jedoch an F5 SSL Orchestrator auslagern, sodass die gesamte beträchtliche Rechenleistung von Cisco Firepower NGFW dem Schutz ihres Netzwerks zugutekommt.
Gemeinsam tragen F5 SSL Orchestrator und Cisco Firepower NGFW dazu bei, die Umsetzbarkeit von Maßnahmen, die Verfügbarkeit und die Orchestrierung zu optimieren. Dadurch verbessern sie die Sicherheitslage und die Bedrohungsabwehr, machen bestehende Investitionen in Sicherheitslösungen zukunftssicher und sorgen für ein hervorragendes Benutzererlebnis.
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